Kein Mittel gegen den Spitzenreiter

Halingens achtfacher Torschütze Dennis Bicheler beim Torwurf.
Halingens achtfacher Torschütze Dennis Bicheler beim Torwurf.
Foto: Tobias Schad

Schwelm/Menden..  Der Spitzenreiter war wie erwartet eine nicht zu knackende Nuss. TV Westfalia Halingen gewann so in eigener Halle deutlich mit 36:21 (19:8) gegen die TG Rote Erde Schwelm..

Für die Kreisstädter war an diesem Tag kein Kraut gegen das beste Team der Liga gewachsen. Die Halinger landeten den elften Sieg in Serie und marschieren weiter dem Aufstieg in die Verbandsliga entgegen. Mit breiter Brust und lautstark unterstützt vom heimischen Publikum gingen sie in die Partie und ließen sich auch von taktischen Varianten der Gäste nicht beirren. Die versuchten es zunächst mit einer sehr offenen Deckung, stellten später phasenweise auf eine 5:1-, 3:3- und auch eine defensive 6:0-Deckung um.

Vier frühe Tempogegenstöße

Die Gastgeber fanden vor allem im ersten Durchgang immer einen Weg zum Erfolg, nach vier frühen Tempogegenstößen stand es bereits 6:1. Der Halingen-Express war ins Rollen gekommen. Roman Warland führte auf der Spielmacherposition glänzend Regie und setzte seine brandgefährlichen Nebenleute immer wieder gut in Szene. Den Schwelmern unterliefen im Angriff zu viele Fehler, dazu gesellten sich ausgelassene Chancen, die der TV sofort und gnadenlos bestrafte. So stand der Sieger bereits zur Pause bei zwölf Toren Differenz fest.

„In so einer Situation kannst du nur noch Ergebniskosmetik betreiben“, so RE-Coach Kai Henning. Und das versuchte sein Team. Mit der nötigen Einstellung gingen sie in die zweiten 30 Minuten, versuchten mit einer sichereren Deckung und konsequenterem Angriffsspiel den Favoriten ein wenig zu ärgern. Trotz des Schwelmer Engagements behielten die Gastgeber, die durch die Bank eine hervorragende Leistung ablieferten, stets die Oberhand.

„Halingen hat wirklich viel Klasse und ein sehr gutes Spiel gemacht, das muss man neidlos anerkennen“, so Henning. Neben der starken Angriffsleistung der Halinger erlaubte auch deren Deckung der RE kaum einmal einen freien Wurf. „Meine Mannschaft hat es versucht, ich kann ihr keinen Vorwurf machen.“

„Das war rundum gelungen, das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf exakt wider“, sagte Halingens Trainer Gutzeit mit sichtlich zufriedener Miene und: „Wir waren klar überlegen und immer präsent.“