Kein Endspiel, aber für Gevelsberg eine wichtige Partie um Ligaerhalt

Große Kulisse, schweres Spiel: Das kennt Sebastian Breuker vom letzte Spiel gegen Augustdorf.
Große Kulisse, schweres Spiel: Das kennt Sebastian Breuker vom letzte Spiel gegen Augustdorf.
Foto: WP

Gevelsberg..  Es ist noch viel zu früh, um von einem Endspiel um den Erhalt der Handball-Oberliga zu sprechen. Dennoch hat die Partie am Sonntagnachmittag (17.15 Uhr, Halle West) des Schlusslichtes HSG Gevelsberg-Silschede gegen die um drei Punkte und vier Plätze besser stehende HSG Augustdorf-Hövelhof eine große Bedeutung. Beim Heimsieg schließt Gevelsberg die Lücke zum rettenden Ufer.

Tatsächlich sprechen viele Anzeichen für die Gastgeber. So hat Gevelsbergs Trainer Hans-Peter Müller so viele Spieler wie lange nicht mehr zur Verfügung. Lediglich die eine oder andere Erkältung ist zu verzeichnen. Dazu sind Kevin Kliche und Yannick Brockhaus noch nicht hundertprozentig im Gevelsberger Gefüge zuhause. Dennoch: „So kann ich mehr wechseln und einigen Spielern auch mal eine Pause gönnen“, sagt Hans-Peter Müller.

Müller von Statistik unbeeindruckt

Dazu gilt Augustdorf in der laufenden Saison als ausgesprochen schwach auf fremdem Parkett. Von den bisher erzielten elf Punkten gab es einen mageren Zähler in fremder Halle. Das war im November in Möllbergen. Schön wär es aus Gevelsberger Sicht, wenn es bei diesem negativen Lauf bliebe.

Doch Müller lässt sich von dieser Statistik nicht beeindrucken. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, das macht sie so interessant. Und Augustdorf ist hochmotiviert nach den Heimsiegen gegen die favorisierten Teams aus Volmetal und Spenge.“ Dazu kommt Augustdorf mit der geballten Routine des 39-jährigen Keepers Krüger sowie des ehemaligen Bundesligaspielers Tempelmeier, der mit seinen 47 Jahren immer noch Gegnern das Fürchten lehren kann. Großen Respekt genießen überdies Kreisläufer Hengsbach sowie die Rückraumspieler Skrobic und Schneider.

Gevelsberg hofft überdies auf den Heimvorteil durch das lautstarke eigene Publikum. Das wird am Sonntagnachmittag umso wichtiger, als die Ostwestfalen erfahrungsgemäß viele Fans mitbringen. Beim letzten Gastspiel im November 2013, als Augustdorf mit 29:27 gewann und Tempelmann sieben Tore erzielte, war dies so.