Kammer muss über Abbruch entscheiden

Breckerfeld/Ennepetal..  Beim Spitzenspiel der Kreisliga B, Gruppe 2, hat sich der Kreisfußball von seiner schlechtesten Seite gezeigt. Beim Aufeinandertreffen des Spitzenreiters SpVg SW Breckerfeld II gegen den Tabellendritten SV Büttenberg, gab es Schläge, Rudelbildung, Feldverweise und letztendlich einen Spielabbruch.

Emotional hoch gepuscht

Zu den Vorgängen konnte und wollte Breckerfelds Geschäftsführer Horst Weber nicht ins Detail gehen, er gestand lediglich schockiert: „Das waren Szenen die nicht auf den Fußballplatz gehören.“ Was genau in diesen Szenen passierte beschrieb nun Johannes Madsak. Der SW-Spieler war als Leidtragender mitten im Geschehen und schilderte die Ereignisse – die zum Spielabbruch führten - so: „Ich bat einen Büttenberger Spieler, der während der Partie schon häufiger mit Fouls aufgefallen war, es endlich mal ruhiger anzugehen. Daraufhin puschte er sich emotional sehr hoch und attackierte mich.“ Der Spieler fing an Madsak zu schlagen und traf ihn dreimal im Gesicht bevor er von Breckerfelder Spielern aufgehalten wurde. Dabei ließ sich ein Hansestädter ebenfalls zu einer Tätlichkeit hinreißen.

Schiedsrichter Dominic Windolph verwies beide Spieler des Feldes. Über ihre Schuld wird nun in einer Spruchkammersitzung entschieden. „Nach den Roten Karten sollte es eigentlich weitergehen, aber der gegnerische Trainer wollte nicht mehr weiterspielen. Dadurch kam es dann letztendlich zum Abbruch“, schilderte Madsak den weiteren Verlauf.

Der Unparteiische informierte beide Seiten dahingehend, dass durch die Begleitumstände ein Wertung der Partie für die Breckerfelder Reserve wahrscheinlich sei. Diese führte zum Zeitpunkt des vorzeitigen Spielendes mit 2:1. Über eine endgültige Wertung wird auch hier die Spruchkammer entscheiden müssen. Udo Baumeister (Vorsitzender Breckerfeld) sagte nach der Begegnung: „In diesen Fällen ist der Verlierer immer der Sport.“

Vom SV Büttenberg war nach dem Spiel noch in den Tagen danach kein verantwortlicher zu erreichen.