Jan Schulte Gegenspieler des späteren WM-Dritten

Jan Schulte (r.), Moderator während der Spax-Siegerehrung
Jan Schulte (r.), Moderator während der Spax-Siegerehrung
Foto: WP

Ennepetal..  Die letzte Teilnahme der Holländer liegt exakt zehn Jahre zurück. Platz sechs sprang damals heraus. An Rotterdam hat Jan Schulte, seinerzeit defensiver Spieler in der Kombi-Mannschaft des TuS Ennepetal mit der TSG Sprockhövel und heuer einer der Moderatoren während des Turniers, gute Erinnerungen.

Es war der 14. Mai 2005: Jan Schulte gehörte zu der Mannschaft, die gegen Rotterdam mit dem 1:1 einen sensationellen und viel umjubelten Punktgewinn holte. Kevin Klement traf zur 1:0-Führung mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, der Ball gelangte in den Winkel des Feyenoord-Gehäuses. Ein Riesenjubel folgte. „Das konnte keiner glauben. Das ganze Stadion war dann für uns. Hinterher gab’s die La-Ola-Welle“, erinnert sich Jan Schulte. Die Mannschaft, in der auch unter anderem Christian Kalina sowie Raoul und Alexander Meister (alle TSG) standen, erreichte den letzten Platz.

Unmittelbarer Gegenspieler in den Reihen von Rotterdam war ein weiterer Star von morgen – wenngleich er in der breiten Masse eher unbekannt ist: Jonathan de Guzmán spielte gegen ihn. „Der war unglaublich schnell, wendig und stark am Ball. Ich hatte keine Chance gegen ihn. Doch als ich ein direktes Duell gewonnen hatte, habe ich mich dann als der Größte gefühlt“, beschreibt Jan Schulte. Nach dieser Partie wurden die Ennepetaler Kicker fast wie Popstars gefeiert. Etliche Autogrammwünsche irritierten die blau-weißen Spieler fast. Guzmán wurde später holländischer Nationalspieler, stand im Kader der abgelaufenen Weltmeisterschaft in Brasilien (WM-Dritter im vergangenen Jahr). Seine Station im Profi-Bereich waren schließlich Rotterdam (2005 bis 2010), Real Mallorca (2010/2011) und FC Villareal (2011 bis 2014; zwischendurch an Swansea City ausgeliehen). Seit 2014 steht der in Kanada geborene Mittelfeldmann beim SSC Neapel unter Vertrag.

Tor zum Geburtstag

Jan Schulte war übrigens auch mit von der Partie, als ein Jahr später ein weiterer Punktgewinn des Underdogs aus Ennepetal beim Pfingstturnier eingefahren wurde – erneut in der Kombi mit der TSG Sprockhövel, die als solche von 2004 bis 2009 an den Spax-Start gegangen war. Es war das 2:2 gegen den 1. FC Köln Anfang Juni 2006. Mirkan Aydin (derzeit beim türkischen Erstligisten Eskisehirspor) und Sebastian Schmidt (beim Bezirksligisten SpVg SW Breckerfeld) trafen für die TuS/TSG-Kombi. „Es war ein super Geschenk zum 17. Geburtstag, was sich Sebastian Schmidt mit dem Tor gemacht hat“, so Jan Schulte rückblickend.

Und am morgigen Samstag geht es weiter, werden weitere Kapitel dieses traditionellen und hochrangigen Turniers geschrieben – mit einigen Stars von morgen