Immerhin steht die Viererkette

Wieder im Ennepetaler Kader: Mike Hibbeln.
Wieder im Ennepetaler Kader: Mike Hibbeln.
Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal..  Wenn in der Fußball-Oberliga der TuS Ennepetal am Sonntagnachmittag (15 Uhr, Bremenstadion) den SuS Stadtlohn empfängt, treffen zwei „Wundertüten“ aufeinander. Bei beiden Mannschaften ist vorab nicht wirklich zu sehen, wie die Spielanlagen sein werden. Zudem sorgte die jüngste Vergangenheit mit den letzten vier Spiele für eine ausgeglichene Bilanz der Tabellen-Nachbarn.

So gab es für beide zuletzt zwei Niederlagen. Ennepetal verlor gegen Rhynern und Erkenschwick, Stadtlohn gegen Gütersloh und Herne. Davor gab es jeweils zwei Erfolge zu bejubeln: Ennepetal gegen Neuenkirchen und Zweckel, Stadtlohn gegen Rheine und Bielefeld II.

Gäste sind schwer auszurechnen

Überhaupt scheinen die Gäste schwer auszurechnen zu sein. „Eine gute, ausgeglichene Mannschaft“, so Ennepetals Trainer Imre Renji, „mit Stärken bei den Standards und im Umschaltspiel. Das hat auch das Hinspiel gezeigt, das trotz unseres 3:1-Sieges nicht einfach war für uns.“ Kai Strohmann (2) und Leon Enzmann hatten im Oktober für die Klutertstädter getroffen. Gerade Abdullah Altanbas, Torjäger Nummer eins der Gäste aus dem westlichen Münsterland mit sieben Treffern, ist ein wichtiges Bindeglied für das schnelle Umschalten auf den Angriff von Stadtlohn.

Nur gut, dass Renji auf die bewährte Formation in der Defensive zurück greifen kann. Björn Sobotzki und Maik Bollmann in der Innenverteidigung, Florian Gerding und Lukas Winzcura auf den Außenbahnen. Doch dann schon beginnen die personellen Sorgen. Gleich drei Akteure sind nicht dabei, wenn es um eine mögliche Besetzung der Sechser-Position geht. Christian Hausmann laboriert weiter an einer Oberschenkel-Verhärtung und nimmt nur langsam wieder am Training teil. Nur schwer vorstellbar ist, dass der Mittelfeldmann dabei sein kann. Giovanni Federico ist aufgrund der fünften Gelben Karte gesperrt. Kai Strohmann ist wie sooft in der Rückrunde beruflich verhindert. Überdies wird die Offensivkraft Nick Träptau nicht zur Disposition stehen. Eine Bänderverletzung verhindert einen Einsatz. Dazu fehlt Sebastian Krause (Grippe).

Wer nun wie im Mittelfeld agieren wird, weiß Renji noch nicht. „Wir müssen improvisieren“, sagt der Ennepetaler Trainer. Wer es sein könnte, das will er auch von den letzten Eindrücken im Training abhängig machen. Auch die Systematik – ob mit einer 4-1-4-1- oder 4-3-3-Formation – ist noch unklar, wird sich kurzfristig ergeben. Immerhin kann Ennepetal wieder mit Mike Hibbeln rechnen, der seine Krankheit auskuriert hat und im Angriffs-Zentrum für Gefahr sorgen soll. Inwieweit Charles Atsina zur Verfügung stehen kann, ist dagegen noch ungewiss. Kurzfristig wird sich erst entscheiden, ob seine muskulären Probleme ein Auflaufen möglich macht – oder nicht.

Vorverlegung abgesagt

Übrigens war ursprünglich der Samstag für die Partie als Termin vorgesehen. Die Mannschaften waren sich einig. Allerdings stellte sich im Laufe der Woche heraus, dass Ennepetal der Verschiebung zu schnell zugesagt hatte. Denn am Samstag standen weder Jugendheim noch das nötige Personal fürs Oberliga-Spiel zur Verfügung, so dass „es nicht möglich ist, am Samstag eine Oberliga-Begegnung in Ennepetal stattfinden zu lassen“, so TuS-Sprecher Marc Schulte.