Holmes’ Pech
22.09.2011 | 19:00 Uhr 2011-09-22T19:00:00+0200
Schwelm/Stahnsdorf.Glaubt man der Mitteilung der „Arbeitsgemeinschaft 2. Liga“, dann treffen Sonntagabend zwei Aufstiegs-Kandidaten aufeinander. Zum Start der Saison in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Nord, empfängt RSV Stahnsdorf den Nordmeister Schwelmer Baskets. Doch der Gäste-Trainer Raphael Wilder kann nur milde ob der Bezeichnung lächeln: „Ich wäre froh, Aufstiegskandidat zu sein. Doch in der jetzigen Situation sind wir sehr weit davon entfernt. Wir reisen zudem als Außenseiter nach Berlin.“
Die Situation? Das ist die miese Vorbereitung. Erst eine Woche konnte Schwelm in gewohnter Halle West trainieren. Zudem reihte sich Verletzung an Verletzung in der Vorbereitung. Symptomatisch ist Leistungsträger Jason Holmes, der frohen Mutes angeflogen kam, beim ersten Training einen Pferdekuss kassierte, dreieinhalb Wochen ausfiel und schließlich 25 Prozent an Muskelmasse alleine am Oberschenkel verlor.
Holmes ist in guter Gesellschaft. Denn zum Saisonstart können ebenfalls noch nicht ihr volles Leistungsvermögen abrufen Kapitän Kristofer Speier, Max Dohmen, Max Kramer, Fabian Gentgen und Michael Agyapong, bei dem noch nicht sicher ist, ob er am Sonntag überhaupt dabei sein kann. Aus beruflichen Gründen fehlte er die Woche.
Dass der kurzfristig verpflichtete David Bunts noch nicht im Vollbesitz seiner Leistungsfähigkeit hat, dürfte klar sein. Denn erst seit wenigen Tagen ist er so richtig im Training. Konditionelle sowie spielerische Defizite sind die Folge. „Klar, wir können gewinnen, wir wollen gewinnen. Dazu sind wir in der Lage“, sagt Raphael Wilder, der nicht dazu neigt, seine Mannen beziehungsweise die Rolle der Schwelmer Baskets klein zu reden. „Aber man muss ganz klar sehen, dass Stahnsdorf am Sonntag Favorit ist. Außerdem weiß ich nach unserer bisherigen Vorbereitung überhaupt nicht, wo meine Mannschaft leistungsmäßig steht.“
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