Herdecker Vorstand wollte Vertrag nicht auflösen

Wechelte von Herdecke nach Silschede: Trainer Karl-Heinz Kiewitt
Wechelte von Herdecke nach Silschede: Trainer Karl-Heinz Kiewitt
Foto: Archiv / MiSch

Herdecke/Gevelsberg..  In seiner zweiten Saison für den Fußball-Bezirksligisten TSG Herdecke räumt Karl-Heinz „Kalla“ Kiewitt seinen Posten. Das Jahr 2014 sei unglücklich gelaufen. Damit verbunden ist der Wechsel des Trainers zu seiner vorherigen Wirkungsstätte zum FC Silschede im Waldstadion. Die Schwarz-Weiß-Kicker sind als Drittletzter der Kreisliga A – punktgleich mit Schlusslicht Haßlinghausen und Vorletztem Sprockhövel II – abstiegsgefährdet.

Die sportliche Situation war – auch mit Blick auf den guten fünften Tabellenplatz – kein Grund für die Demission. Denn „in diesem Jahr gab es viele Querelen, mit denen ich gehadert habe“, so Kiewitt. Der Rücktritt seines Co-Trainers Marcel Brandenstein, der Wechsel des Sportlichen Leiters Achim Heinrichsmeier zum FC Wetter, eine verkorkste Vorbereitung auf die Rückrunde 2014 und die dauernd brodelnde Gerüchteküche hätten seine Entscheidung maßgeblich beeinflusst, so Kiewitt.

„Da wirst du in der letzten Saison Herbstmeister, und zum nächsten Training der Rückrundenvorbereitung erscheinen zehn Mann. Das habe ich für die nun anstehende Vorbereitung erneut kommen sehen, darauf habe ich keine Lust mehr.“ Er kritisiert einige Spieler wegen ihrer sportlichen Moral, kreidet ihnen fehlenden Ehrgeiz und Faulheit an.

Für Kevin Beinsen, Kapitän und Keeper der TSG Herdecke, ist der „Kalla“ ein „super Typ“, menschlich top. Aber eben alte Schule. Das sei auch eine Generationsfrage: „Es machen eben nicht mehr alle so mit, wie er es von früher gewohnt war.“

Kiewitt glaubt, dass er selbst „alles richtig gemacht“ habe. Auch mit der Platzierung zum Ende der Hinrunde sei er zufrieden gewesen. Doch die Motivation, die eigenen Spieler ständig zu motivieren, sei nicht mehr da.

Karl-Heinz Kiewitt geht zurück zum FC Silschede; dem Verein, bei dem er schon einmal sechs Jahre auf der Trainerbank saß und wo er sich immer wohl gefühlt hat.

Der Herdecker Vorstand indes wollte mit Kiewitt bis zum Saisonende weitermachen. „Wir hätten ihn nicht entlassen“, sagt Harald Beinsen, 2. Vorsitzender.