Heiße brasilianische Tänze in kalter Umgebung nach dem Sieg im Finale

So sehen Sieger aus: Turnierneuling Fluminense FC.
So sehen Sieger aus: Turnierneuling Fluminense FC.
Foto: WP

Ennepetal..  Die Brasilianer haben in der für sie kalten Umgebung für heiße Tänze gesorgt. Neuling Fluminense FC und Titelverteidiger Altetico Mineiro landeten im Finale, spielten ausgesprochen ansehnlichen Fußball und Fluminense entthronte Mineiro. Borussia Dortmund, Feyenoord Rotterdam, FC Southampton, Hamburger SV, Hannover 96 und TuS Ennepetal folgten auf den Plätzen.

Vor vergleichsweise magerer Kulisse von etwa 8 800 Zuschauern an den drei Turniertagen sorgten die acht Mannschaft für ein hohes fußballerisches Niveau. In nahezu allen Begegnungen war zu beobachten, dass alle Spieler mit unbedingten Siegeswillen aufgelaufen sind. Nichts wurde verschenkt, vor sommerlichen Kick konnte nie die Rede sein.

Hohes Niveau in den Spielen

Im Gegenteil: Durch die Bank agierten die Mannschaften mit frühem Forechecking. Die Spieler standen hoch, sorgten dafür, dass die jeweiligen Kontrahenten kaum Zeit und Platz fanden, sich aufzubauen, die Bälle zu verteilen. „One Touch“-Spiele standen im Mittelpunkt. Und das machte das Geschehen auf dem Naturrasen im Bremenstadion ausgesprochen schnell. Das führte übrigens auch dazu, dass mit den 42 erzielten Treffern eine Bestmarke erzielt wurde. In nur einem Spiel gab es ein 0:0, als Ennepetal und Hannover um Platz sieben spielten. Das folgende Strafstoßschießen mit elf Treffern nach 16 Schützen glich dies wieder aus. Überdies war hoher taktisches Niveau zu sehen. Vor allem, was die Defensiven betraf. Je nach Situation spielten die meisten Mannschaften mal mit einer Vierer-, mal mit einer Dreierkette. Mit Wechseln, die durchaus ohne Trainer-Kommandos vonstatten gingen.

Das Turnier begann schleppend – was die Zuschauer-Resonanz angeht. Das ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches für einen Samstag. Doch diesmal konkurrierte mit dem Spax-Cup das dramatische Bundesliga-Finale im Kampf gegen den Abstieg mit. Viele hielt dies mehr an Radios und Fernsehen, als ins Bremenstadion zu kommen – auch wenn die Moderatoren Marc Schulte und Jan Schulte stets die Zwischenstände samt der Blitz-Tabellen durchgaben.

Dennoch zeigten sich am Ende die Verantwortlichen des TuS Ennepetal zufrieden mit dem 42. Turnier um den Spax-Cup. Turnierleiter Stephan Kirsch und Vorsitzender Dr. Michael Peiniger unterstrichen in ihrem Resümee das hohe Niveau der Spiele, vor allem aber der reibungslose Verlauf der drei Tage – „was insbesondere den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu verdanken ist“, so Peiniger.

Internationales Parkett

Künftig wird man schauen, ob einmal mehr der eine oder andere Spieler aus dem Bremenstadion sich auf internationalem Parkett wiederfindet. Immerhin gab es mehrere Weltmeister, die einst in Ennepetal beim Turnier kickten. Einer ist sogar Welttorhüter des Jahres 2014: Manuel Neuer. Diesmal haben Spieler des Turniers gute Aussichten wie Stef Gronsveld (Feyenoord Rotterdam) als bester Torwart, Douglas Augusto Soares Gomes (Fluminense FC) als bester Spieler sowie Matheus Roldan Santos (Atletico Mineiro), Pedro Guilherme Abreu dos Santos (Fluminense FC) und Jari Schuurman Klaveren (Feyenoord Rotterdam) als beste Torjäger (mit jeweils drei Treffern).