Handzahmer Aufsteiger war kein Prüfstein
20.09.2009 | 20:24 Uhr 2009-09-20T20:24:00+0200
Die Heimpremiere ist gelungen. Der Basketball-Regionalligist Schwelmer Baskets setzte sich gegen einen harmlosen, fast handzahmen Aufsteiger UBC Münster glatt und unangefochten mit 92:67 (43:25) Punkten durch.
Die Begegnung machte aber auch deutlich, dass in der Mannschaft der Kreisstädter noch größeres Potenzial als gezeigt steckt. Lediglich in den ersten Minuten der beiden Halbzeiten wussten die Gäste um den ehemaligen Schwelmer Bundesliga-Akteur Jan Sprünken - er wurde mit einem Extra-Applaus ausgesprochen freundlich empfangen - halbwegs mitzuhalten. Mit der Ganzfeldpresse hatte es den Anschein, als würde Münster dem Favoriten Schwelm gut zusetzen. Das spiegelte sich auch in den Zwischenresultaten wider. Denn nach knapp fünf Minuten führten die Baskets nur mit 6:5. Danach sorgten Kristofer Speier, Max Dohmen, Julius Dücker und David Bunts für einen 11:0-Lauf. Der Grundstein für den Sieg war gelegt.
Auch nach der Pause - Münster war nur knapp eine Minute in der Kabine, das reichte offensichtlich dem UBC-Trainer Götz Rohdewald, um seinen Mannen den Kopf ob der desolaten Leistung zu waschen - zeigte sich der Aufsteiger auf Augenhöhe. Denn auch diesmal schien die Ganzfeldpresse zu funktionieren. In den ersten fünf Minuten des dritten Viertels hielt Münster mit dem 8:8-Zwischenstand mit. Diesmal waren es Alex Starr, Niklas Cox, Tom Doll und Julius Dücker, die mit einem 11:0-Lauf erneut alles klar machten.
Denn Schwelm hatte sich gut auf die Ganzfeldpresse eingestellt. „Wir wussten, was auf uns zu kommt”, so Baskets-Trainer Raphael Wilder. Daher hatte der quirlige David Bunts sich stets freilaufen können. Auch dank seiner Mitspieler, die ihn frei sperren konnten. Die Kraft raubende Spielweise forderte ihren Tribut, Münster brach ein, Schwelm wusste die konditionelle und spielerische Überlegenheit zu nutzen.
Dass Münster im letzten Durchgang die Oberhand behielt, lag in erster Linie daran, dass Wilder den angeschlagenen Spielern Beiersmann und Starr lange Erholungspausen verordnete. Ferner ließ er die Führungsspieler länger auf der Bank, gab den Bankspielern Kramer, Neitzel und Agyapong größere Spielanteile. Zwar kam Münster heran - allen voran durch drei Dreier in Folge von Jan Sprünken (in der 47. und 48. Minute) -, doch mehr als eine Ergebniskosmetik (83:66; 48.) war nicht drin. So kam Münster auf mehr Punkte, als Schwelm hätte zulassen können beziehungsweise müssen. Und so verpasste Schwelm den ersten 100er-Sieg der noch jungen Saison.
Schwelmer Baskets - UBC Münster 92:67
Die Viertel: 20:10; 23:15, 29:17; 20:25.
Schwelmer Baskets: Christian Neitzel, Alex Starr (11/1), Max Kramer, David Bunts (15/1), Felix Werner (3), Julius Dücker (15/1), Tom Doll (8/2), Achim Beiersmann (6), Max Dohmen (9), Michael Agyapong (6), Kristofer Speier (12), Niklas Cox (7/1).
Zuschauer: 450.
Raphael Wilder (Baskets-Trainer): „Die Leistung war okay. Schließlich habe ich viel durchgewechselt, so dass die Mannschaft nicht immer den Rhythmus gefunden hat. Außerdem waren einige Spieler vor der Heimpremiere nervös. Aber wir haben noch viel Luft nach oben."
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