Gevelsbergs Wiedersehen mit „Olli“

Zuletzt in Heven unzufrieden: Oliver Gottwald.
Zuletzt in Heven unzufrieden: Oliver Gottwald.
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Herdecke/Gevelsberg..  Oliver Gottwald, der im Sommer als Trainer vom Fußball-Bezirksligisten FSV Gevelsberg zum Westfalenligisten TuS Heven gewechselt war, ist wieder in die Bezirksliga zurück gekehrt. Er steht ab der Rückrunde für die TSG an der Seitenlinie. Am 31. Mai treffen beide Mannschaften am Bleichstein aufeinander. Dann gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainer „Olli“, wie Gottwald meist gerufen wird. Das Hinspiel gewann der FSV Gevelsberg im Stefansbachtal mit 2:1 dank der Tore von Carsten Feldmann und Daryo Büchner. Dardan Fazija traf für Herdecke.

Oliver Gottwald will vor allem wieder Spaß an seinem Hobby haben. Momentan fährt der Wittener nur zum Zahnarzt nach Herdecke. Dies wird sich in den kommenden Monaten ändern. Denn ab dem 1. Februar, einem Sonntag, dieses Jahres beginnt die Vorbereitung.

Wie ist die Zusammenarbeit mit der TSG Herdecke entstanden?

Oliver Gottwald: Die Entscheidung ist sehr kurzfristig gefallen. Karl-Heinz Kiewitt ist am 2. Weihnachtsfeiertag als Trainer in Herdecke zurückgetreten. Ich habe beim TuS Heven aufgehört. Da ich den 2. Vorsitzenden der TSG Herdecke, Harald Beinsen, gut kenne, hat er mich gefragt, ob ich den Trainerjob übernehmen möchte. Nachdem ich mich mit meiner Frau besprochen hatte, habe ich zugesagt.

Wieso haben Sie beim Westfalenligisten TuS Heven aufgehört?

Das ist alles nicht so sauber abgelaufen. Ich war wirklich enttäuscht und sauer, weil ich hintergangen wurde. Jetzt will ich wieder Spaß an dem Trainerjob haben. Ich habe als Selbstständiger viel zu tun und möchte das auf dem Platz ausblenden. Das ging beim TuS Heven am Ende nicht mehr.

Was sind Ihre Ziele mit der TSG, die momentan auf dem fünften Tabellenplatz steht?

Die Situation ist schwierig. Nach oben geht nichts mehr, denn der Vorsprung des FC Wetter und der SpVg Hagen ist zu groß. Aber nach unten sind es nur neun Punkte auf einen Abstiegsplatz. Deswegen müssen wir uns stabilisieren und gut in die Rückrunde hineinfinden. Ich muss mir in der ersten Trainingswoche der Vorbereitung erstmal ein Bild von der Mannschaft machen. Und dann werden wir sehen. Auf jeden Fall wollen wir möglichst schnell 40 Punkte erreichen und dann nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

Wie lautet Ihre Spielphilosophie?

Ich versuche, immer alles aus der Mannschaft auszuquetschen. Ich will sehr aggressiv und sehr laufintensiv spielen. Es macht Spaß, wenn man sieht, dass die ganze Truppe Gas gibt. Dafür müssen wir in der Vorbereitung auf die Rückrunde den Grundstein legen.