Gevelsberger kassieren nach Pause acht Zeitstrafen
15.11.2009 | 18:20 Uhr 2009-11-15T18:20:00+0100Das war ein Hit der Handball-Verbandsliga, das seinen Namen verdient hat. Schade aus Sicht der HSG Gevelsberg-Silschede ist, dass der gastgebende Spitzenreiter VfL Eintracht Hagen II mit 38:35 (18:20) beide Punkte in der Halle am Bergischen Ring behalten darf.
Dass damit eine Vorentscheidung für den Titelkampf gefallen ist, ist verfrüht. Zu ausgeglichen ist die Liga, zu nah waren die Gäste aus Gevelsberg an einem Remis dran. Doch eindrucksvoll hat die Begegnung gezeigt, dass der nächste Meister an Hagen nicht vorbei kommt.
Vor allem in den letzten Momenten des Spiels zeigte sich die Klasse der Hagener VfL-Reserve. Gevelsberg war stets auf Augenhöhe, doch schaffte es die Abwehr nicht, die Achse im Hagener Rückraum sowie die Bodenpässe zum Kreisläufer zu unterbinden. Das war schließlich ein Ausschlag für den Sieg der Gastgeber.
Ein zweiter Grund dürfte in den Entscheidungen der Schiedsrichter liegen. Denn die Unparteiischen schickten nach der Pause gleich achtmal Gevelsberger Spieler für jeweils zwei Minuten vom Platz. Hagen durfte nur dreimal zwangspausieren. „Allesamt zwar richtige Entscheidungen, doch waren die Strafen einseitig verteilt”, so HSG-Trainer Philipp Kersthold. Christian Pottkämper erhielt in der 46. Minute gar die dritte Zeitstrafe und sah damit „Rot”.
In dem hochklassigen und temporeichen Spiel gingen die Spieler beider Mannschaften an ihre Schmerzgrenzen. Gegen Ende der ersten Spielhälfte hatten die Gevelsberger die stärkste Phase. Mit der Pausensirene schaffte es Dominic Luciano, einen Freiwurf direkt zu verwandeln. Doch Hagen steckte nie auf, drehte die Partie. Kersthold: „Dennoch: Wir haben 60 Minuten taktisch sehr gut gespielt. Dickes Kompliment. Und große Anerkennung an die Leistung der Hagener.”
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