Gevelsberg genießt bereits die Pause

Gevelsberg (hier mit Carsten Feldmann am Ball) besiegte Herdecke im Hinspiel mit 2:1
Gevelsberg (hier mit Carsten Feldmann am Ball) besiegte Herdecke im Hinspiel mit 2:1
Foto: WP

Gevelsberg/Ennepe-Ruhr..  In der Fußball-Bezirksliga sind die Entscheidungen aus Sicht der beiden heimischen Klubs FSV Gevelsberg und SpVg SW Breckerfeld vor dem letzten Spieltag gefallen. Gevelsberg hat die Klasse erhalten, Breckerfeld ebenso – beide haben ihre Ziele erreicht. Überdies wird Breckerfeld nicht an der Aufstiegs-Relegation zur Landesliga teilnehmen. Die SpVg Hagen 11 hat den zweiten Platz hinter Meister FC Wetter sicher.

Der FSV Gevelsberg kann sogar ganz und gar die Sommerpause bereits genießen. Denn der letzte Spieltag findet ohne die Schützlinge von Trainer Sadat Dautovic statt. Laut Plan sollte es zum VTS Iserlohn gehen. Doch die Sauerländer haben längst die Mannschaft zurück gezogen und stehen als erster Absteiger fest. Somit gibt es kampflos die drei Punkte für Gevelsberg.

Kalthof besiegt Geisecke 7:4

SSV Kalthof und Geisecker SV haben sich bereits in den Urlaub verabschiedet. Sie traten am Donnerstagabend gegeneinander an. Mit 7:4 (2:2) gewannen die Iserlohner am Ende eines lockeren Sommerkicks mit allerdings einer Ampelkarte gegen einen SSV-Spieler. Murat Karaca (Kalthof) gelangen dabei drei Treffer.

Breckerfeld spielt noch gegen den SV Bommern, der sich am vorletzten Spieltag aus dem Kreis der Abstiegskandidaten verabschiedet hat. Platz drei kann hier aber angesichts fünf Punkten Vorsprung vor dem Vierten, SC Berchum-Garenfeld, nicht mehr in Gefahr geraten.

Zweiter Absteiger neben VTS Iserlohn ist der TuS Wengern, der künftig in der Kreisliga A zwischen Ennepe, Ruhr und Volme spielen wird. Unklar ist noch, ob in der Hagener oder in der Ennepe-Gruppe. Weil auch klar ist, dass der FC Wetter Meister ist, kann bereits am heutigen Abend gefeiert werden. Um 18 Uhr beginnt die Partie gegen Hagen 11, danach geht die Feier los. Die Vorentscheidungen in der Meisterschaft habe das Vorziehen dieser Partie möglich gemacht.

Doch im Kampf gegen den Abstieg kann es einen weiteren Verein aus dem Kreis treffen. Akut gefährdet ist die TSG Herdecke, die offensichtlich den Winter-Unruhen (Demission von Trainer Karl-Heinz Kiewitt, Verpflichtung von Oliver Gottwald als Trainer-Nachfolge, Gottwald-Demission nach Hamm zur Fußball-Oberliga) Tribut zollen muss. Im Winter rangierten die Kicker auf Platz sechs.

Gnadenloser Herdecker Absturz

Es folgte ein gnadenloser Absturz auf Platz 14, dem drittletzten Rang. Wie konnte es soweit kommen? „Als wir die Mannschaft übernommen haben, war sie nicht fit“, erklärt Zoltan Hülsberg, seit Januar Trainer: „Außerdem gibt es Grüppchenbildung und es fehlen die Alternativen.“ Und so folgte in der Rückrunde Niederlage auf Niederlage. „In den letzten Wochen hat sich bereits angedeutet, dass es schwer wird. Aber wir wollten es unbedingt vermeiden, den Abstieg nicht mehr selbst verhindern zu können“, erklärt Hülsberg.

Zwar scheint die Rettung noch möglich, da ETuS Schwerte sich punktgleich auf Rang 13 befindet (dieser Platz würde die Rettung bedeuten). „Aber Schwerte hat das deutlich bessere Torverhältnis und darf deswegen gegen den VfK Iserlohn nicht gewinnen. Gleichzeitig müssen wir es erstmal schaffen, gegen den VfL Schwerte zu siegen“, sagt Hülsberg und räumt ein: „Realistisch gesehen, ist die Chance sehr gering.“

So oder so: Wongrowitz kommt

Doch es gibt auch positive Nachrichten am Bleichstein. Peter Wongrowitz, ehemaliger BVB-Jugendtrainer, würde die Mannschaft auch in der Kreisliga A übernehmen. „Bei einem Abstieg hoffe ich, dass auch die Jungs, die bereits zugesagt haben, eine Liga tiefer spielen werden“, erklärt Zoltan Hülsberg und ergänzt: „Auch die Kreisliga ist nicht uninteressant – man spielt einige Derbys.“