Gemächlichen Schrittes in neue Saison gestartet

Stefan Mönninghoff auf „Double You“.
Stefan Mönninghoff auf „Double You“.
Foto: WR

Gevelsberg/Bremen..  Die ersten Kilometer sind gemacht, die Saison ist eröffnet. Eher gemächlichen Schrittes hat der Gevelsberger Stefan Mönninghoff die Saison als Distanz-Reiter eröffnet. Zum einen mit dem gewohnten Pferd „Double You“ mit einer Reitkollegin zusammen, überdies auf „Princess“, eine achtjährige Vollblut-Stute, welche erstmals auf Distanz an den Start gegangen ist.

Für den ersten Ritt wählte Mönninghoff einen Wettstreit über 40 Kilometer in Stuhr bei Bremen. Dabei ging es nicht darum, möglichst schnell im Ziel zu landen. Vielmehr ging darum, mit einem bestimmten Pulsschlag sowohl an zwei verschiedenen Etappen als auch im Ziel zu landen. „Da zeigt sich auch, wie gut trainiert das Pferd ist“, so Mönninghoff. „Ist es gut trainiert, kommt es schnell zum niedrigen Ruhepuls in einer Pause nach einer Anstrengung. Wie beim menschlichen Sportler.“

Neben dem Pulsschlag war eine Höchstzeit von 280 Minuten für die 40 Kilometer vorgegeben. Dazu durfte der Pulsschlag 20 Minuten nach Ankunft nicht mehr als 65 Schläge pro Minute betragen. Ausgegangen wird von einem 40er Pulsschlag, was darüber liegt, wird mit Strafpunkten belegt.

„Double You“ meisterte den Saisonauftakt souverän. Schließlich ist die Stute seit 2006 beim Distanz-Reiten dabei, mittlerweile hat „Double You“ über 1000 Distanz-Kilometer absolviert. So kam „Double You“ am Ende auf Platz sieben; bei 28 Startern. Der Pulsschlag an den beiden Stationen lagen bei 48 und 64 Schlägen pro Minute, im Ziel wieder bei 48. Die Stute hätte durchaus weiter vorne landen können, denn beim zweiten Stopp wurden Pferd und Reiterin von einem von hinten herankommenden Fahrzeug erschreckt, was den Pulswert nach oben schnellen ließ. Dennoch zeigte sich der Bankkaufmann mit der Leistung seines Routiniers mehr als zufrieden.

Premiere für „Princess“

Ebenso zufriedenstellend war auch die Premiere von „Princess“, die nach einjähriger, eher erfolglosen Galopper-Karriere jetzt bei Stefan Mönninghoff und damit beim Distanz-Reiten gelandet ist. „So nach und nach muss sich die Vollblut-Stute an Tempo und Belastung beim Distanzritt gewöhnen“, so Mönninghoff. Und dazu kam der Ritt über 40 Kilometer gerade recht. „Princess“ zeigte sich zwar extrem nervös, dennoch habe sie „ihre Aufgabe exzellent gelöst“. Wenngleich Stefan Mönninghoff während der gesamten Distanz das „neue“ Pferd am Zügel festhalten musste, damit sie nicht zu schnell die 40 Kilometer angeht. Schließlich klappte es mit den Tempo, nach 222 Minuten gelangten beide durchs Ziel – mit einem Pulsschlag von 56. Bei den ersten beiden Stationen lag dieser bei 64 und 60. Also knapp unter dem Höchstlimit. „Das war schon gut für die Premiere“, so ein zufriedener Stefan Mönninghoff, der mit der achtjährigen Vollblut-Stute schließlich auf dem 17. Platz landete. Zum Vergleich: der Sieger beziehungsweise dessen Pferd hatte bei den Stationen einen 56er- und 40er-Pulsschlag, im Ziel einen 44er.

Mit „Double You“ geht es demnächst weiter mit einem Ritt über 60 Kilometer in Dormagen. Mit „Princess“ geht es behutsamer zu, da wird in Hessen im Mai ein weiterer Distanzritt über 40 Kilometer auf dem Programm stehen. „Sie muss noch lernen, die Kräfte beim Distanzritt einzuteilen“, so Mönninghoff. „Das ist, wie beim Menschen, auch eine Kopfsache.“

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