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Fußball, TuS Ennepetal

Gegen Erkenschwick Rechnung offen

03.02.2012 | 16:07 Uhr

Ennepetal. Es dauert nicht mehr lange, dann geht es für den Fußball-Westfalenligisten TuS Ennepetal wieder los. In zwei Wochen, am 19. Februar, wird die Saison mit dem Knaller im Bremenstadion gegen die Spvgg Erkenschwick fortgesetzt.

Da ist übrigens noch eine Rechnung ob der unglückliche Hinspiel-Niederlage offen. Leistungsträger Timo Erdmann hatte bei der 1:2-Niederlage zur 1:0-Führung der Gäste im September am Stimberg-Stadion getroffen. Die Perspektive: Aufstieg in die neue Oberliga Westfalen.

0,5 Mio Euro Volumen

Klar, dass diese sportliche Aussicht auch Thema beim jüngsten Neujahrs-Empfang des TuS Ennepetal war. Der Verein blickte im Jugendheim am Bremenstadion noch über das Saisonende hinaus. Mit bemerkenswerter Offenheit präsentierten sich die Klutertstädter. Denn Vorsitzender Dr. Michael Peiniger stellte die finanzielle Situation des Vereins dar. „Die wirtschaftliche Lage ist permanent angespannt, aber unter Kontrolle“, sagt er zum Umsatz-Volumen von etwa 0,5 Millionen Euro. Denn größten Teil machen die Fußballer mit etwa 200.000 Euro aus. Immerhin spielt die erste Mannschaft in der Westfalenliga – der Blick ist auf den Sprung in die neue Oberliga-Westfalen gerichtet. Zudem müssen die weiteren Mannschaften, die ebenfalls die Blickrichtungen in höhere Ligen haben, finanziell begleitet werden.

Dazu gesellt sich das so genannte Profit-Center, das mit etwa 300.000 Euro veranschlagt wird. Er ist aufgeteilt in den Sparten Spax-Turnier, Bremenstadion und Vereinsheim. Jeden Sparte für sich „muss profitabel arbeiten“, sagt Peiniger („Wir sind auf unsere 150 Sponsoren und Partner aus der regionalen Wirtschaft angewiesen und ihnen für die Unterstützung dankbar.“) und wird jeweils mit etwa 100.000 bis 150.000 Euro Umsatz veranschlagt.

Ziel ist der Aufstieg

Klar, dass der Blick des 737 Mitglieder starken TuS Ennepetal (Peiniger: „Tendenz steigend.“) auf die erste Fußball-Garnitur gerichtet ist. Der Sportliche Leiter Thomas Riedel unterstrich die Ambitionen für den Oberliga-Aufstieg. Einen durchaus möglichen Sprung in die Regionalliga hält Riedel derzeit für unrealistisch. Das Ziel Oberliga-Aufstieg sei aber schwierig, auch wenn der TuS Ennepetal derzeit im Soll mit dem dritten Platz sei, so Riedel, der in der kommenden Saison mit drei oder vier Spielern aus der eigenen Jugend im Kader der ersten Mannschaft sieht. „Wir stoßen im Moment an unsere Grenzen“, so Riedel weiter. „Wir haben guten Chancen, die mit Risiken verbunden sind, die wir gerne eingehen.“

Dass ein verpasster Oberliga-Aufstieg zwar ärgerlich, aber kein Beinbruch wäre, da waren sich die Protagonisten des TuS Ennepetal einig.

Peiniger erläuterte überdies die Verpflichtungen, die mit weiteren Aufstiegen einher gingen. Allein baulich müsse das Bremenstadion so zu beschaffen sein, dass Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer getrennt voneinander seinen. Zudem muss ein Gäste-Bereich mit eigenem Zugang, eigener Verkostung und Sanitätsbereich gewährleistet sein. Dazu in absehbarer Zeit ein Dach für die Haupttribüne.

Sportlich hat der TuS Ennepetal durchaus den Aufstieg der Ersten in die Oberliga im Blick. Dazu auch die Aufstiege der Reserve in die Landesliga, der Dritten in die Kreisliga B, der B-Junioren in die Landesliga und der C-Junioren in die Bezirksliga. Die A-Junioren sollen sich als Neuling in der Landesliga etablieren. Die weiteren, jüngeren Mannschaften sollen eine niveauvolle Fußball-Ausbildung mit weitestgehend lizenzierten Trainern geboten werden.

Heinz-G. Lützenberger

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