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Volleyball-Oberliga

Gefeiert wird erst nach dem letzten Spieltag

15.02.2010 | 17:03 Uhr

S c h w e l m . Die Schwelmer Volleyballer schweben auf Wolke sieben. Drei Spieltage sind noch zu absolvieren, doch der Meistertitel der Oberliga, Gruppe 2, ist dem Team von Trainer Gereon Duwe nicht mehr zu nehmen. „Es macht Spaß zu gewinnen”, hat Duwe . . .

. . . .für die letzten drei Spiele etwaigem Schlendrian den Kampf angesagt. So soll auch die Aufstiegsfeier erst nach dem letzten Spieltag steigen. Dies allerdings auch, weil Abteilungsleiter Hubert Rammel, der in Kürze 70 Jahre alt wird, erst einmal Urlaub am Persischen Golf machen und dort seinen runden Geburtstag begehen wird. „Für die Feier suchen wir noch Sponsoren und eine geeignete Räumlichkeit”, verrät Rammel, der froh ist, dass der Wiederaufstieg nach drei Jahren Oberliga so frühzeitig feststeht, dass er beruhigt seine Reise antreten kann.

Zwölf Jahre lang hatten die Schwelmer in der Regionalliga gespielt. Dass sie mit der aktuellen Mannschaft in der dritten Liga bestehen können, daran besteht für Hubert Rammel kein Zweifel. „Wir haben ja auch in Testspielen gegen Bayer Wuppertal, eine Spitzenmannschaft der Regionalliga, gewonnen”, so Rammel.

»Die Kosten sind

in der Regionalliga

nicht wesentlich

höher als jetzt«

Trotzdem schaut sich RE durchaus nach Verstärkungen um. Trainer Gereon Duwe möchte sich schon auf zwei, drei Positionen verstärken: „In erster Linie ist das der Mittelblocker, aber bis auf die Außen-Annahme kommen alle Positionen in Betracht.”

Die Kosten für die höhere Klasse werden nicht wesentlich anders sein, als für die Oberliga. „Schiedsrichterkosten und Verbandsabgaben sind ähnlich hoch. Was die Fahrtkosten angeht, müssen wir sehen, welche Vereine in der Liga sein werden. Mit Minden, Gütersloh und Münster mussten wir aber auch jetzt schon weit reisen”, stellt Hubert Rammel fest.

Am vergangenen Mittwoch hatten Christian Hembeck und Oliver Hülsmann noch zuschauen müssen, wie ihre Teamkameraden das Topspiel gegen Aasee souverän gewannen. Eingesetzt wurden sie nicht. Bei der endgültigen Titelsicherung am Sonntag in Minden wurden die beiden zu Schlüsselspielern der TG Rote Erde Schwelm. Während Hembeck als Vertreter von Libero Malte Kotzur eine prima Leistung ablieferte, sorgte Hülsmann als „Back up” des Zuspielers Nicki Köster für Entlastung. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie gut die Mannschaft in dieser erfolgreichen Saison funktioniert und harmoniert.

Und hier sieht auch Trainer Gereon Duwe einen Erfolgsgrund: „Immer wieder haben wir es geschafft, wegen diverser Ausfälle erfolgreich zu improvisieren.” Zudem ist die Mannschaft durch die Zugänge von Dawid Soukup und Florian Bönner gegenüber der Vorsaison qualitativ verbessert worden. „Das war vielleicht der entscheidende Kick”, glaubt Duwe, „vor allem, weil Florian Bönner, der schon mit Mainz und Aachen den Zweitliga-Aufstieg geschafft hat, das Sieger-Gen mitgebracht hat.”

Entscheidenden Anteil hatte auch Julian Schallow, der eine überragende Saison gespielt hat und von Soukup entlastet wurde. Der Benjamin der Truppe, Sebastian Gri, ist nach drei Jahren in der ersten Mannschaft zu einer tragenden Größe geworden. Besonders stolz macht Duwe, dass Gri den Sprung aus der eigenen Jugend geschafft hat.

Ulrich Mittag

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