Für Sander beginnt am Donnerstag der „Alltag“

Andreas Sander aus Ennepetal kann auf eine erfolgreiche Ski-WM zurück blicken.
Andreas Sander aus Ennepetal kann auf eine erfolgreiche Ski-WM zurück blicken.
Foto: dpa

Saalbach/Beaver Creek/Ennepetal..  Am heutigen Donnerstag beginnt quasi wieder der „Alltag“ für den Ennepetaler Ski-Rennläufer Andreas Sander. Im österreichischen Saalbach ist für heute das erste Abfahrtstraining geplant. Eine Uhrzeit für den ersten Start gibt es übrigens noch nicht. Im Kampf um Weltcup-Punkte werden die Abfahrt und der Super G am kommenden Wochenende gestartet.

Rückblende: Mit Platz 23 in der Kombination endete für Andreas Sander die diesjährige Weltmeisterschaft in Beaver Creek. Die zweite WM-Teilnahme wird dem Ennepetaler in guter Erinnerung bleiben, denn er hat viel Werbung in eigener Sache gemacht.

Keine schlechte WM-Bilanz

Bereits in nackten Zahlen ausgedrückt, war die WM für den Westfalen keine schlechte: Platz 23 im Super G, Platz 17 in der Spezial-Abfahrt und Platz 7 in der Kombinationsabfahrt sind eine gute Ausbeute. Im internen deutschen Duell hatte er stets die Nase vorn und konnte sich über steigende Wertschätzung freuen.

So wundert es auch nicht, dass sich Andreas Sander zusammenfassend sehr zufrieden mit seinen Leistungen zeigt: „Alles in allem war das für mich eine sehr gute Weltmeisterschaft. Ich bin eine Woche lang wirklich auf sehr gutem Niveau Ski gefahren. Wenn ich mir überlege, dass ich im März 2014 beim Weltcup in Norwegen zweimal Vorletzter war, ist das eine sehr gute Entwicklung. Mein Dank gilt unter anderem dem Trainerteam um Christian Schwaiger und Mathias Berthold. Die Entwicklung seit Mai ist wirklich eine ganz besondere.”

Mit dem 23. Platz im Super G startete Sander in die WM-Woche. Vor dem Rennen hätte er sich damit fast noch einverstanden erklärt. „Es ist ja schon so, dass ich im Super G hinter den Leistungen aus der Abfahrt liege. Aber diesmal war wirklich mehr drin. Das ist das, was mich wohl am Meisten ärgert. Ein Top-Resultat im Super G hätte mir von der Moral her mal sehr gut getan. Leider aber haben das ein, zwei größere Fehler verhindert. Dennoch auf Platz 23 gekommen zu sein, ist dann wohl ein gutes Zeichen.”

Am meisten Selbstvertrauen dürfte sich der 25-Jährige von der SG Ennepetal allerdings in der Königsdisziplin, der Herren-Abfahrt, geholt haben. Als 17. lag Sander zwar knapp hinter dem erhofften Ziel der Top 15. „Aber einerseits war der Rückstand zum Weltmeister doch sehr gering. Andererseits habe ich ungefähr auf einem Drittel der Fahrt unter den Top 5 gelegen. Ein großer Quersteher hat das Top-Resultat dann letztlich verhindert. Aber ich nehme mit, dass ich in Teilbereichen schon mit der Weltspitze mithalten kann. Wenn es mir künftig noch gelingt, in einem Lauf mal ohne größeren Fehler auszukommen, dann ist das Top 15-Resultat wirklich nicht mehr weit weg“, so Sander.

Konstanz unterstrichen

Für Platz 7 in der Kombinationsabfahrt schließlich kann sich der Wahl-Allgäuer zwar nicht viel kaufen, doch es „war für mich eher wichtig, weil es die Konstanz meiner gesamten Woche unterstrichen hatte. In Teilbereichen war ich auch da extrem schnell, allerdings blieben die großen Patzer aus. Das war für mich persönlich sehr wichtig“, so der Ennepetaler.