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FSV Gevelsberg fast ohne Offensive

10.08.2012 | 16:35 Uhr
FSV Gevelsberg fast ohne Offensive

Gevelsberg. Für den Fußball-Bezirksligisten FSV Gevelsberg beginnt am morgigen Sonntag die Saison – mit dem Pokalspiel in erster Runde auf westfälischer Ebene. Als Kreispokalsieger 2012 haben sich die Schützlinge von Trainer Oliver Gottwald qualifiziert. Die erste Aufgabe mit dem münsterländischen Bezirksligisten TSG Dülmen ist machbar.

Allerdings gastiert im Gevelsberger Stefansbachtal ein völlig unbekannter Gegner. Die Mannschaft ist für den Trainer nicht einzuschätzen. Übrigens ebenso wenig die Bezirksliga, in der der Traditionsclub (einst Anfang der 90er Jahre hatte Oliver Gottwald mit dem Oberliga-Team des VfL Gevelsberg gegen die TSG Dülmen um Meisterschaftspunkte gespielt) in der abgelaufenen Saison Dritter wurde. „Ich kann nicht sagen, wie viel dieser dritte Platz tatsächlich wert ist“, so Gottwald.

Immerhin gilt die TSG Dülmen als ambitioniert. Im Sommer kam André Bertelsbeck als neuer Trainer für Michael Onnebrink. Und die Zielvorgabe ist, dass die Mannschaft mindestens erneut oben mitspielt. Bertelsbeck: „Wir haben die Chance auf den Aufstieg in die Landesliga.“

Der Gastgeber muss ohnehin mehr auf die eigenen Reihen schauen. „Wir haben eine gute Mannschaft, aber ich kann nicht nachlegen“, so Gottwald. So fehlen ihm Michel Ferrera, Bastian Krause, Asad Dautovic und Silvio Buchholz. Sie befinden sich noch im Urlaub. Verletzt, zumindest aber heftig angeschlagen sind Fabian Frank (Kreuzbandriss, er spielt auf keinen Fall), Fabian Kukereit und Toni Padula. Zudem kann Gottwald nicht auf den rot-gesperrten Niklas Rothe zurück greifen. Allein mit Ferrera, Dautovic und Rothe fehlt fast die komplette Offensiv-Abteilung. Immerhin steht mit Thomas Krause der etatmäßige Keeper zur Verfügung. Auf ihn dürfte viel Arbeit zukommen. „Die Ausfälle tun richtig weh“, so Gottwald. „Vielleicht wird der eine oder andere Akteur aus der Reserve hochgezogen, so dass ich wenigstens drei Auswechselspieler habe.“

Trotz der Widrigkeiten formuliert Oliver Gottwald das Weiterkommen in die nächste Runde als Ziel. „Wir wollen unbedingt weiter. Die zweite Runde wäre ebenfalls machbar. Danach könnte ein Knaller kommen, der viele Leute ins Stefansbachtal locken kann.“ In der zweiten Runde würde Gevelsberg auf den Sieger der Partie zwischen dem Landesligisten Hennen und Westfalenligisten Vreden treffen. Danach könnte Regionalligist VfB Hüls der Gegner sein.

Hoffnung schöpft der Gevelsberger FSV-Trainer aus der bisherigen Vorbereitung. Allein beim Turnier des Fichte Hagen wusste seine Mannschaft zu überzeugen: spielerisch und mit einer frechen Offensive. „Wir haben viel Lob von vielen Seiten bekommen“, erinnert sich Gottwald nur allzu gerne. „,In Gevelsberg hat sich etwas zum Positiven verändert’, wurde uns oft gesagt.“

Ein Lob, auf das der heimische Bezirksligist aufbauen kann, trotz der vielen Ausfälle. „Der personelle Engpass wird uns auch zum Saisonauftakt in Obersprockhövel begleiten“, weiß Gottwald. „Für uns beginnt die Saison eigentlich mit dem Spiel gegen Ennepetal.“ Und die TuS-Reserve gastiert am 26. August zum zweiten Spieltag im Gevelsberger Stefansbachtal.

Heinz-G. Lützenberger

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