FSV Gevelsberg dreht zu spät auf

Sadat Dautovic,Trainer des FSV Gevelsberg
Sadat Dautovic,Trainer des FSV Gevelsberg
Foto: WP

Gevelsberg/Iserlohn..  Der VfK Iserlohn hat mit einem nicht unverdienten, aber durchaus schmeichelhaften Heimsieg für Musik im Abstiegskampf gesorgt. Das Team von Trainer Ingo Müsse zeigte allerdings zwei völlig verschiedene Gesichter. Wie auch die Gäste aus Gevelsberg.


VfK Iserlohn –
FSV Gevelsberg 2:0 (1:0)

FSV Gevelsberg: Krause - Behr (46. Büchner), Schölzel, Bozhdaraj (76. Dautovic), Guidi, Grönloh, Ruiz, M. Bartu, Hoppe, Heese, N. Bartu (46. Pixberg).

Tore: 1:0 (25.) Özdemir, 2:0 (90.) Serter.

Schiedsrichter: Klaus Latusek (Meschede-Grevenstein)

Vor der Pause waren es die Iserlohner, die Ball und Gegner laufen ließen. „Da waren wir überhaupt nicht präsent“, ärgerte sich FSV-Trainer Sadat Dautovic hinterher und ergänzte: „Da haben wir das Spiel verloren.“

Nur vorne haperte es zunächst bei den Gastgebern. 24 Minuten dauerte es, ehe Adem Sebetci frei vor Gevelsbergs Torwart Krause auftauchte, an diesem aber scheiterte. Der Frust über die vergebene Großchance dauerte nicht lange. VfK-Kapitän Beyhan Özdemir grätschte den Ball keine 60 Sekunden später zum 1:0 über die Linie.

„Wir haben nach der Pause zu nervös gespielt. Da hat man gemerkt, dass wir im Abstiegskampf stecken“, analysierte Torschütze Özdemir den zweiten Durchgang. Der FSV zog hier das Tempo an und übte Dauerdruck auf Iserlohn aus. Und es gab auch einige hochkarätige Chancen, bei denen allerdings VfK-Keeper Lenzen mehrfach Turm in der Schlacht war. So blieben die Versuche von Eric Grönloh, Tobias Heese, Mergim Bozhdaraj, Benni Ruiz, Daryo Büchner und auch Asad Dautovic ohne Erfolg. Die Angriffsbemühungen des FSV gipfelten in der 68. Minute, als Lenzen einen Kopfball von Grönloh mit einen großartigen Reflex entschärfte. Der Ball blieb frei und tickte hinter ihm wieder auf. Vor der Linie, hinter der Linie? Schiedsrichter Latusek ließ weiterspielen. „Ich habe den Ball hinter der Linie gesehen“, stellte Sadat Dautovic fest, der auch eine Elfmeterreife Situation gesehen hatte, wo aber der Pfiff ausgeblieben war.

So kam es, wie es kommen musste: Gegen die aufgerückten Gevelsberger entschieden die Gastgeber die Partie mit einem Konter in der 90. Minute für sich. Zwar ließ Latusek noch vier, fünf Minuten weiter spielen, doch war die Gevelsberger Moral bereits gebrochen. „Das war eigentlich ein typisches Uenentschieden-Spiel“, haderte FSV-Coach Dautovic hinterher ein wenig mit dem Ergebnis.