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Florian Hanakam erfüllt sich Traum von Hawaii

20.07.2012 | 20:54 Uhr
Florian Hanakam erfüllt sich Traum von Hawaii
Florian Hanakam bei der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt, wo er eines der begehrten Tickets für den Ironman Hawaii buchte.

Breckerfeld. Hawaii – für die einen beliebtes Urlaubsziel, für die anderen Austragungsort eines der härtesten Rennen der Welt, des Ironman. Jeder ambitionierte Triathlet träumt davon, einmal an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Der Weg dahin ist hart und entbehrlich. Der Breckerfelder Florian Hanakam, Triathlet und Dozent für Trainings- wissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum, weiß das aus erster Hand.

„Seit ich Triathlon mache, ist es mein Traum, in Hawaii mit dabei zu sein“, erzählt Hanakam. Vor 15 Jahren hat er mit dieser Sportart begonnen. Und mittlerweile ist er dort so gut, dass er aufgrund seiner Leistungen bei der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt im Profifeld starten durfte. Der Leichtathletik-Trainer des TuS Breckerfeld hatte sich vorgenommen, in 9,5 Stunden ins Ziel zu kommen und hoffte, dass diese Zeit für einen der begehrten Startplätze für die Ironman-WM auf Hawaii reichen würde.

In nicht einmal zehn Stunden wollte der 39 Jahre alte Vorzeigeathlet also 3,86 km schwimmen, 180 km Fahrrad fahren und zu guter Letzt noch einen Marathon über 42,2 km laufen. Ohne entsprechendes Training ist diese Ausnahmeleistung nicht zu schaffen. „Als Doktor der Sportwissenschaft kenne ich mich mit Trainingsplanung und -steuerung aus, das war sehr hilfreich“, sagt Hanakam.

Akribisch hat er seinen Trainingsplan aufgestellt und sich diszipliniert daran gehalten. Im Schnitt 18 Stunden hat er neben seiner Arbeit und drei Leichtathletikgruppen, die er betreut, pro Woche trainiert. „Es gehört dazu, dass man auch mal abends um 23 Uhr eine Runde laufen geht oder bereits morgens um kurz nach sechs aufs Fahrrad steigt“, erklärt Hanakam. Bei diesem enormen Zeitaufwand ist es meist die Familie, die Abstriche machen muss. „Ohne meine Frau, die unfassbar verständnisvoll ist und mich unterstützt, hätte das nicht funktioniert“, sagt Hanakam.

Trotz des Trainings und aller Vorbereitungen hing der Traum am Ende von einer perfekten Tagesleistung ab. Um 6.45 Uhr fiel der Startschuss bei der Europameisterschaft. Neun Stunden und 34 Minuten später erreichte Hanakam im Trikot des RC Lüdenscheid das Ziel und damit fast punktgenau seine Wunschzeit. Und auch sein Traum ging in Erfüllung: Als 17. seiner Altersklasse und 122. insgesamt von 2 500 Startern hatte er die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in der Tasche.

Im Oktober geht es nun für Hanakam nach Hawaii. Seine Frau und seine beiden Kinder begleiten ihn dahin. Für sie wird es ein schöner Urlaub werden, für ihn das härteste aber sicherlich auch schönste Rennen seines Lebens.

Matthias Blau

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