Fernduell um Bundesliga-Aufstieg

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Sprockhövel..  Aus eigener Kraft können sie es zwar nicht mehr schaffen, doch es spricht viel dafür, dass den A-Junioren der TSG Sprockhövel, Neuling der Fußball-Westfalenliga, der große Wurf gelingt – der Aufstieg in die Bundesliga. Die Entscheidung fällt am letzten Spieltag am kommenden Sonntag im Fernduell mit dem SC Verl, der noch einen Zähler vor den Sprockhövelern liegt.

Am jüngsten Spieltag hatte man zwischenzeitlich im Baumhof schon geglaubt, dass der Sprung an die Tabellenspitze gelungen sei. „Es hieß zunächst, dass es im Spiel Verl gegen Eintracht Dortmund kurz vor Schluss noch unentschieden stehe“, erinnert sich Andrius Balaika, der die Mannschaft gemeinsam mit Raoul Meister trainiert. Doch diese Nachricht erwies sich als Fehlinformation. Verl geriet in diesem Spiel zwar in Rückstand, hatte die Partie aber schon nach einer Stunde gedreht und gewann am Ende mit 2:1.

Doch Verl hat am letzten Spieltag mit dem Spiel beim SC Paderborn eine schwierige Aufgabe. Schwieriger als die TSG, die beim gesicherten Tabellenzehnten 1. FC Gievenbeck antritt. Dass Paderborn am Wochenende mit 0:2 gegen Iserlohn verloren hat, passt Andrius Balaika aber nicht so richtig. „Dadurch sind die Paderborner aus dem Aufstiegsrennen“, sagt der 36-Jährige. „Wir hoffen natürlich, dass sie sich am letzten Spieltag gegen Verl noch einmal richtig reinhängen.“

Davon geht TSG-Jugendleiter Jürgen Homberg fest aus. „Wie man hört, gibt es zwischen beiden Vereinen eine große Rivalität, das soll ein bisschen so sein wie bei Dortmund und Schalke“, sagt Homberg. „Doch wir sollten nicht so sehr auf dieses Spiel schauen, sondern auf unser eigenes. Fakt ist aber, dass das Tor zur Bundesliga weit offen steht.“

Zwei Wochen Zeit zur Vorbereitung

Zwei Wochen hatten die Sprockhöveler seit dem jüngsten Spieltag Zeit, um sich auf das Saisonfinale vorzubereiten. Diese zwei Wochen sei man jetzt recht gelassen angegangen, sagen Homberg und Balaika übereinstimmend. Eine ganz normale Vorbereitung stand auf dem Programm.

Vielleicht wäre es sogar besser, wenn es keine (Pfingst)-Pause gegeben hätte. Denn so wurde der Sprockhöveler Lauf, alle Rückrundenspiele wurden gewonnen, kurz unterbrochen. „Ich weiß nicht, ob das ein Nachteil ist“, sagt Balaika.

Rhode folgt Balaika als Trainer

Natürlich gibt es im Sprockhöveler Umfeld auch Bedenken, wenn man an eine Saison in der Bundesliga der A-Junioren denkt. Im heimischen Baumhof darf nur in Ausnahmefällen gespielt werden, zudem muss eine neue Mannschaft aufgebaut werden, weil 14 Spieler dem A-Jugendalter entwachsen. Für den Neuaufbau ist dann aber nicht mehr Andrius Balaika verantwortlich, Balaika übernimmt die Oberliga-Mannschaft der TSG. Ein Nachfolger für den Litauer wurde übrigens schon gefunden. Neuer Trainer der A-Junioren wird Patrick Rohde. Der 38-Jährige war bereits Trainer der A-Junioren im Baumhof. Derzeit trainiert er noch die U16-Mannschaft des VfL Bochum.