Erinnerungen an einen vergangenen Meister

Auflösung Sommer-Gewinnspiel: Gesucht war die Meistermannschaft des FC Blau-Weiß Voerde, die nach siebenjähriger Abwesenheit 1975 mit nur zwei Saisonniederlagen und 128:17 Toren den Aufstieg in die 1. Kreisklasse schaffte. Diese Woche gibt es eine neue Chance zum Gewinnen.
Auflösung Sommer-Gewinnspiel: Gesucht war die Meistermannschaft des FC Blau-Weiß Voerde, die nach siebenjähriger Abwesenheit 1975 mit nur zwei Saisonniederlagen und 128:17 Toren den Aufstieg in die 1. Kreisklasse schaffte. Diese Woche gibt es eine neue Chance zum Gewinnen.
Foto: WP

Ennepe-Ruhr..  Die erste Runde unseres Sommerrätsels ist vorbei. Auf dem historischen Sportbild ist die Meistermannschaft des FC Blau-Weiß Voerde abgebildet, die 1975 -- also vor genau 40 Jahren – mit nur zwei Saisonniederlagen, einer Bilanz von 128:17 Toren und nach siebenjähriger Abwesenheit den Aufstieg in die 1. Kreisklasse schaffte. Noch heute verbinden unsere Leser viele Anekdötchen und Erinnerungen mit diesem Ereignis, die sie mit unserer Redaktion teilen.

„Damals haben wir fast jeden Sonntag auf dem Fußballplatz verbracht, um die Mannschaft zu unterstützen“, erinnert sich die Ennepetalerin Brunhilde Tiegs. Dass sie ein so großer Fan der Voerder war, hat natürlich einen Grund. Ihr Sohn Jürgen Tiegs spielte bei den Blau-Weißen. „Daher konnte ich auch sofort alle Gesichter mit Namen verbinden.“ Für sie ist das erste Bild unserer Rätselreihe „eine tolle Erinnerung und meine persönliche Reise in die Vergangenheit.“

Auch Nicole Herm hat Familie auf dem Bild. „Der Spieler unten rechts ist mein Vater Hans-Peter Lange, der Herr in der hinteren Reihe mit dem Bommelschläger war mein Onkel Manfred Hermann.“ Ihr Onkel war ein Ehrenmitglied des Vereins und hatte ein Ritual. Hermann hatte bei jedem Spiel stets zwei Kisten Bier im Auto. Die gab es jedoch nur, wenn die Mannschaft auch gewonnen hatte. Erweichen ließ er sich nie. Ursula Hennig machte übrigens gleich doppelt bei unserem Rätsel mit, füllte einen kleinen Brief für sich und einen für Wolfgang Weber aus, der auf dem Bild in der vorderen Reihe als dritter von links hockt und heute im Kreis Höxter wohnt.

Doch wenn einer etwas über die damalige Meistermannschaft wissen muss, dann ist das Olaf Steinhaus, heutiger 1. Vorsitzender des Vereins vom Tanneneck. „Das Bild hat gerade jetzt beim Kampf um den Aufstieg für reichlich Gesprächsstoff gesorgt“, schreibt er und ahnt noch nicht, dass seine Erste es nicht schafft. Am Samstag zog sie gegen den SSV Hagen den Kürzeren (wir berichteten).

Steinhaus kann noch mehr erzählen: „Hans Kelm wurde später Ehrenvorsitzender des Vereins, ebenso wie es derzeit Paul Cramer ist.“ Beide stehen auf dem Bild in der hinteren Reihe. Kelm trägt Anzug und hat ganz links Aufstellung bezogen, Cramer steht rechts auf der dritten Position.

Peter Laumann (hinten mittig mit der acht auf der Hose) war lange Zeit Vereins-Vorsitzender und Trainer. „Er kam 1971 vom TuS Ennepetal nach Voerde und ist Ehrenmitglied.“ Mijo Secer (stehend, ganz rechts) gehört ebenfalls zu den Ehrenmitgliedern des Vereins und hilft noch heute bei den Heimspielen an der Kasse.

Doch wann genau das Bild entstand, ist sich Steinhaus nicht ganz sicher, liegt aber goldrichtig. Er tippt auf die Saison von 1974/75, als die Truppe gut 140 Treffer erzielt habe – über 40 waren von Manfred Joswig. „Es muss eines der letzten Spiele auf Asche gewesen sein. Vielleicht sogar das alllerletzte Spiel, denn der Platz wurde noch 1975 zu Rasen umgebaut.“