Entscheidungsspiel um Titel von Voerde und Schwelm wird möglich

Verletzt: Michael Hong-Gonzales (VfB; am Ball).
Verletzt: Michael Hong-Gonzales (VfB; am Ball).
Foto: Michael Scheuermann

Ennepe-Ruhr..  Ein Zweikampf um die Meisterschaft, ein Vierkampf gegen den Abstieg. So stellt sich die Situation vor dem letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga A dar. Sicher ist, dass mit dem letzten Spieltag ist die Saison längst nicht vorbei ist. Wenigstens wird es ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga geben zwischen den Meistern der beiden Gruppen.

Im Kampf um die Meisterschaft gibt es das Fernduell der punktgleichen Mannschaften von BW Voerde und VfB Schwelm. Beide haben lösbare Aufgaben vor der Brust. Voerde muss beim Cemspor Hagen antreten. Allerdings: Im Hinspiel am Tanneneck gab es für Voerde eine böse Überraschung mit der 1:2-Niederlage. Doch stimmt Trainer Lars Möske die jüngste Vorstellung mit dem 9:0-Kantersieg gegen den Hiddinghauser FV positiv: „Ich denke, die Jungs haben gemerkt, dass sie ein paar Chancen die Meisterschaft frühzeitig klar zu machen, liegen gelassen haben. Jetzt, da es auf eine Entscheidung hingeht, sind sie endlich wieder richtig da. Ich denke, wir werden für ein mögliches Aufeinandertreffen mit Schwelm noch ein paar Schippen drauflegen.“

Der punktgleiche Zweite VfB Schwelm – das Torekonto wird in der Endabrechnung nicht zählen, daher läuft vieles auf ein Entscheidungsspiel noch vor der Relegation hinaus – empfängt am Sonntag den TuS Esborn. Eine eher undankbare Aufgabe, denn die Gäste sind mitten im Abstiegskampf und können sich eigentlich keinen Punktverlust erlauben. Zuletzt gab es für die Kreisstädter einen eher mühevollen 3:1-Sieg in Rüggeberg. Trainer Bastian Zarnekow muss weiterhin auf den gesperrten Marco Menke (seit dem Spiel gegen Berchum-Garenfeld II am 10. Mai) sowie auf Michael Hong-Gonzales verzichten. Der Offensivspieler hatte einen Pressschlag im Spiel gegen Volmarstein am 31. Mai, erlitt einen Knöchelbruch, dieser wurde am Mittwoch operiert.

Wer folgt Haßlinghausen?

Im Kampf um den Klassenerhalt geht es darum, wer Schlusslicht TuS Haßlinghausen in die Kreisliga B folgen muss. Die schlechtesten Karten haben der Hiddinghauser FV und der TuS Esborn. Beide sind punktgleich. Die vermeintlich leichtere Aufgabe hat Hiddinghausen mit dem Heimspiel gegen die SpVg Linderhausen, die im gesicherten Mittelfeld rangiert. Allerdings zeigte sich zuletzt der HFV in katastrophalem Zustand. Esborn muss zum ambitionierten VfB Schwelm und tritt am Brunnen als krasser Außenseiter an. So spricht vieles dafür, dass Esborns Trainer Jörg Amthor recht behält, dass es in Sachen Abstieg noch ein Entscheidungsspiel geben wird.

Theoretisch in Abstiegs-Gefahr sind noch TSG Sprockhövel II und FC Silschede. Sprockhövel hat zwei, Silschede hat drei Zähler Vorsprung vor der Abstiegszone. Den Gevelsbergern ist der eine nötige Punkt zuzutrauen, wenn sie beim angeschlagenen SV Ararat Gevelsberg antreten müssen. Dann wären alle Zweifel beseitigt. Lösbar auch die Aufgabe von Sprockhövel. Die Mannschaft tritt beim Elften SC Berchum-Garenfeld II an.