Ennepetaler Reitertage mit 1000 Turnierstarts

In der Stilspringprüfung der Klasse A, die am Samstag stattfand, gab es ein kleines Starterfeld von nur neun Teilnehmern.Foto:Bastian Haumann
In der Stilspringprüfung der Klasse A, die am Samstag stattfand, gab es ein kleines Starterfeld von nur neun Teilnehmern.Foto:Bastian Haumann
Foto: Bastian Haumann

Ennepetal..  Die Bilanz der diesjährigen Ennepetaler Reitertage, die über das vergangenen Wochenende auf der Anlage des Ennepetaler Reitervereins 1950 in Meininghausen stattfanden, kann sich sehen lassen: Die Zuschauern konnten circa 1000 Turnierstarts mit 500 Pferden beiwohnen. Es nahmen wieder Reiterinnen und Reiter aller Alters- und Niveauklassen teil.

Die Bedingungen – insbesondere für die Springreiter – waren ideal. Erst vor vier Wochen wurde der neue Platz fertig gestellt. „In diesem Jahr finden hier alle 32 Prüfungen statt“, freute sich Andrea Blume vom Reiterverein. Sechs der Prüfungen waren Qualifizierungsprüfungen für den Nürnberger Burg-Pokal, eine 1992 gegründete Turnierserie der Dressurreiter.

Prüfungen bis Klasse M

Beim Springreiterwettbewerb mussten die Nachwuchsspringer Hürden in einer Höhe von 30 bis 40 Zentimeter überwinden. In der Springpferde-Prüfung Klasse M – die höchste Klasse, die beim Turnier ausgeschrieben worden war, wobei M für „Mittel“ steht – liegen die Hürden für Ross und Reiter schon bei 1,30 Meter.

Der 17-jährige Lukas Blume war der einzige männliche Springreiter, der für den Ennepetaler Reitverein beim Springreiten an den Start ging. Er fühlte sich auf der Anlage Zuhause, seit seinem siebten Lebensjahr reitet er bereits. „Das schöne beim Springreiten ist, dass man nicht auf die Wertungsrichter angewiesen ist – entweder fällt sie Stange, oder sie bleibt liegen“, fasste er seine Lieblingsdisziplin zusammen.

Ein bis zweimal pro Woche trainiert er mit seinem Pferd „Con An“ das Springen über die Hürden. „Ohne Dressurtraining geht aber auch Springreiten nicht“, sagte Lukas Blume. Seine Vereinskollegin Michelle Mertes war bei den Reitertagen bereits im Dressurreiten sehr erfolgreich. Sie startete erstmals mit ihrem Pferd „A summernight’s Dream“ bei der Dressur-Reiter Prüfung Klasse L (Leicht). Die Reiterin belegte einen tollen zweiten Platz. „Irgendwie bin ich zufällig beim Dressurreiten hängen geblieben, weil mein Pferd eher ein Dressurpferd ist“, erzählte sie.

Drei bis viermal pro Woche steht für sie jetzt das Dressurtraining auf dem Programm. „Mir macht es großen Spaß, Turniererfahrung zu sammeln“, sagt Michelle Mertes. Bei den Dressurreiter legen die Preisrichter ihr Augenmerk unter anderem auf den Sitz des Reiters. Im den höheren Klassen wird auch das Gesamtbild von Pferd und Reiter beurteilt und fließt in die Wertung mit ein. Andrea Blume ist mit den diesjährigen Reitertagen zufrieden. „ Doch eigentlich sind wir gar kein Turnierverein“, sagte sie. „Unser Schwerpunkt liegt auf dem Freizeitreiten, aber es war ein tolles Turnier.“