Ennepetal zum drittbesten Sturm

Im Hinspiel markierte Giovanni Federico das 2:2 für Ennepetal gegen Bielefeld II in der zweiten Minute der Nachspielzeit.
Im Hinspiel markierte Giovanni Federico das 2:2 für Ennepetal gegen Bielefeld II in der zweiten Minute der Nachspielzeit.
Foto: WP

Ennepetal..  Wenn es in der Fußball-Oberliga für den TuS Ennepetal nach Ostwestfalen zur zweiten Mannschaft von DSC Arminia Bielefeld geht, wird es schwer. Wenngleich die Statistik der Duelle beider Teams ausgeglichen ist.

Die sonntäglichen Gastgeber sind schwer auszurechnen. Klar ist, dass der Sturm stark ist und mit 53 erzielten Toren zu den besten der Liga zählt. Nur die bestplatzierten Angreifer von Erndtebrück und Ahlen haben häufiger getroffen. Insbesondere Cihan Bolat und Charalampos Prokopios Chantzopoulos unterstreichen den guten Lauf der jüngsten Spiele. Nach der 1:4-Schlappe gegen Lippstadt am 10. April folgten eindrucksvolle Siege gegen Rheine (5:1), Herne (3:1), Gütersloh (3:0) und am vergangenen Mittwoch gegen Ahlen (3:0).

Das nötigt im Ennepetaler Lager großen Respekt ab, zumal das Bielefelder Mittelfeld mit den vergleichsweise kleinen und quirligen Spielern kaum zu bändigen sein wird. „Wir müssen die Räume eng machen und viele Spieler doppeln“, lautet eine Marschrichtung von Imre Renji, Trainer des TuS Ennepetal. Das bedeutet, dass die Klutertstädter einen hohen Kraftaufwand und eine riesige Laufarbeit verrichten müssen.

Viele Ausfälle kompensiert

Dabei gehen einige Akteure vom Bremenstadion einem leeren Akku entgegen. Die Saison hat bisher schon einiges an Kraft gekostet, zumal immer wieder Ausfälle verletzter Spieler kompensiert werden mussten. Das hat sich negativ beim jüngsten Spiel gegen Beckum bemerkbar gemacht – insbesondere nach der Pause. Klar ist, dass die Ennepetaler zeigen müssen und wollen, dass sie mehr können. „Wir sind schließlich keine Freizeittruppe“, so Renji. „Wir müssen wieder die Ärmel hochkrempeln.“ Dass es geht, hat unter anderem der überraschende 2:1-Sieg in Ahlen gezeigt.

Wie Imre Renji spielen lässt, will er kurzfristig entscheiden. Ob der Situation im Mittelfeld spricht einiges für eine doppelte Sechs, die beispielsweise Christian Hausmann und Giovanni Federico einnehmen könnten. Kai Strohmann steht aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung.

Wahrscheinlich ist auch, dass Florian Gerding, Björn Sobotzki, Maik Bollmann und Lukas Winczura die Viererkette bilden werden. Ob, wie zu Beginn des Spiels am vergangenen Sonntag gegen Beckum, der Ennepetaler Trainer zunächst mit einer Dreier-Kette sowie einem defensiv verstärkten Mittelfeld agieren wird, ist nicht ausgeschlossen.

Neben Strohmann wird Leon Enzmann nicht zur Verfügung stehen. Es schien, als habe er seine Muskelverletzung im Oberschenkel auskuriert. Er spielte, sorgte für mehr Druck nach vorne, doch am vergangenen Sonntag musste er führzeitig raus. Der Muskel zwickte wieder. Eine endgültige Diagnose mit möglicher Auswirkung steht noch aus.