Ennepetal vom Punkt aus besiegt

Ennepetal/Witten..  „Das Turnier hat uns viele Erkenntnisse gebracht.“ Imre Renji, Trainer des TuS Ennepetal war mit den Leistungen seines Teams beim Industriecup in Witten-Herbede zufrieden. Es diente ja der Vorbereitung – und da war das 8:9 (2:0, 3:3) nach Elfmeterschießen gegen Pokalverteidiger DJK/TuS Hordel verlorene Finale zweitrangig. „Das kann passieren“, hakte Renji die Final-Niederlage schnell ab.

Denn auch in dieser Partie hatte er nach einer 2:0-Halbzeitführung durch Anas Chaoui und Christian Hausmann, taktisch und mit der Ausftellung „gespielt“, um einiges auszuprobieren. Das nutzte der Dortmunder Westfalenligist aus und erzielte in kurzer Zeit drei Tore zur 3:2-Führung. „Allerdings hatten wir nach dem 2:0 noch zwei hundertprozentige Chancen – wenn wir da das 3:0 erzielen, ist die Partie gelaufen“, berichtet Renji.. Marc Schröter gelang zwar fast mit dem Schlusspfiff per Elfmeter noch der Ausgleich, doch im sich sofort anschließenden Strafstoßschießen hatte Hordel das erforderliche Quäntchen Glück. Nachdem die ersten zehn Schützen allesamt sicher verwandelt hatten, scheiterte Ibrahim Lahchaychi für den TuS vom Punkt.

Auch ein bisschen Ärger

Das Elfmeterschießen war das eine, doch der zweiten Halbzeit konnte Imre Renji nicht viel abgewinnen. „Wir gewinnen die wichtigen Zweikämpfe einfach nicht. Da müssen wir uns nicht wundern“, kritisierte er seien Spieler.

Der TuS Ennepetal war mit zwei Siegen locker durch die Vorrunde spaziert, dabei den späteren Endspielgegner schon einmal mit 5.1 besiegt, und hatte auch im Halbfinale gegen Veranstalter SV Herbede keinerlei Probleme. 5:1 (3:1) hieß es auch hier nach Toren von Leeroy Boatey (2), Marc Schröter (2) und Leon Enzmann. Herbede hatte zwischenzeitlich zum 3:1 getroffen.

Die Temperaturen weit über 30 Grad am Freitagabend machten es den Spielern nun wirklich nicht leicht – der Oberligist aus Ennepetal kam bei den schwierigen Bedingungen aber deutlich besser in die Partie. Im zweiten Durchgang flachte das Spiel verständlicherweise merklich ab. Ennepetal bemühte sich um Spielkontrolle, Heven stand im Großen und Ganzen sicher in der Defensive. Doch die Ennepetaler nutzten die wenigen Fehler eiskalt aus und trafen noch zwei Mal.