Ennepetal mit toller Moral zum Sieg

Ein Tor geschossen, ein Tor vorbereitet: Charles Atsina.
Ein Tor geschossen, ein Tor vorbereitet: Charles Atsina.
Foto: Michael Scheuermann

Neuenkirchen/Ennepetal..  In der Fußball-Oberliga bleibt der TuS Ennepetal in der Erfolgsspur. Beim durchaus gleichwertigen Gastgeber SuS Neuenkirchen erkämpften sich die Gäste aus der Klutertstadt einen 3:2 (1:2)-Sieg.

Wie zu erwarten war, spielte neben Maik Bollmann in der Innenverteidigung Björn Sobotzki, Auf den Außenbahnen standen gewohnt souverän Florian Gerding und Lukas Winczura. Allerdings nur bis zur Pause, denn es zwickte im Oberschenkel von Bollmann. Da Ennepetals Trainer Imre Renji kein Risiko eingehen wollte, ließ er den Abwehrspieler draußen. Für ihn kam Robin Hoffmann, der ins defensive Mittelfeld rückte. Christian Hausmann reihte sich in die Innenverteidigung Reihe ein.

Anfangs hatte Ennepetal nicht so recht den Zugriff aufs Spiel, so dass Neuenkirchen in Busmann den Schützen zur 1:0-Führung hatte (12.). Nun zeigte sich die gute Moral der Gäste, die bis ans Ende der Begegnung ein Merkmal sein sollte. Denn sowohl diesen als auch den 1:2-Rückstand, den Mümken (26.) erzielte, holten sie wieder auf.

Zunächst war es Charles Atsina, der mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 (24.) nicht nur seine Aufstellung in der Startelf gerechtfertigte, sondern überhaupt sein Potenzial abrufen konnte. Die Vorarbeit leistete Florian Gerding, der über die rechte Außenbahn kommend drei Gegenspieler stehen ließ. Atsina nahm den Ball mit der Brust an und traf per Drehschuss.

Der zweite Ausgleichstreffer hatte die Entstehung auf der linken Seite. Erneut war Chartles Atsina beteiligt. Diesmal als Vorbereiter. Seine Flanke nutzte Luciano Sabellek, um mit einem sehenswerten Flugkopfball zum 2:2 aus Ennepetaler Sicht auszugleichen (54.). Und auch der Mittelfeldspieler erhielt ein Sonderlob vom Trainer.

Gallus erzielt Siegtreffer

Immer wieder angetrieben aus dem Mittelfeld heraus – zunächst spielten Christian Hausmann mittig sowie Robin Gallus und Michael Kupilas außen in einer Reihe sowie Timo Erdmann und Luciano Sabellek im offensiveren Mittelfeld – sorgte Ennepetal für Gefahren um und im Strafraum der Gastgeber. Schließlich war es ein Solo von Gallus, der die Entscheidung brachte. Zunächst schoss er mit links, dann hatte er das Spielgerät auf dem rechten Fuß. Mit diesem schaffte er einen eleganten Heber über den Gastgeber-Keeper Dennis Fischer, der keine Chance zur Abwehr hatte. Acht Minuten vor dem Ende war dies fast die Entscheidung. Jedenfalls war Ennepetal in der Folgezeit clever genug, um die Führung über die Zeit zu retten.

Für zehn Minuten spielte Enzmann. Seine Bewegungen waren okay, ob er endgültig seine Oberschenkel-Verletzung auskuriert ist, kann noch nicht gesagt werden.