Ennepetal fehlen in Rhynern vier Minuten

Ennepetal/Rhynern.. Westfalia Rhynern –
TuS Ennepetal 1:0 (0:0)

TuS Ennepetal: Weusthoff – Sobotzki, Gerding, Enzmann (64. Kupilas), Erdmann (76. Sabellek), Winczura. Atsina, Gallus, Bollmann, Hoffmann, Federico.

Tor: 1:0 (86., Elfmeter) Bechthold,

Vier Minuten „zu lang“ dauerte das Spiel der Renji-Elf beim Tabellendritten Westfalia Rhynern. 86 Minuten hatten die Ennepetaler ihr Tor sauber gehalten, dann schlug Felix Bechthold doch noch zu und „klaute“ dem TuS einen eigentlich durchaus möglichen und auch nicht unverdienten Punkt.

Die Ennepetaler überraschten die Gastgener mit einem 4-3-3-System. Damit hatten sie nicht gerechnet, und sie hatten offensichtliche Probleme damit. „Taktisch haben wir das gut gelöst“, anerkannte Trainer Imre Renji, der im ersten Durchgang auf beiden Seiten kaum Chancen gesehen hatte. Sein Team verstand es immer wieder sich mit Kontern vom Druck der Platzherren zu befreien, ohne aber entscheidend vor das gegnerische Tor zu kommen.

Nach dem Wechsel drängte Rhynern heftiger auf das TuS-Tor, doch Keeper Marvin Weusthoff hielt seine Farben mit zwei Klasseparaden im Spiel. Die Uhr tickte in Richtung 90. Minute, und die Ennepetaler hätten sich den Punkt redlich verdient gehabt.

Dies umso mehr, als Giovanni Federico (Foto) in der 82. Minute die ganz große Chance zur Führung bekam. Der TuS hatte sich zügig in Richtung Rhynerner Strafraum durchgespielt, Federico bekam den Ball, nahm Maß, zog ab – doch den Gastgebern gelang es im allerletzten Moment die Schuss noch abzublocken. „Das wäre die Entscheidung gewesen“, trauerte Imre Renji dieser hochkarätigen Chance hinterher.

Dass es mit einem Dreier nichts wurde, nun gut. Aber dass danach das Spiel noch zu Gunsten der Westfalia kippen würde, das hatten die Ennepetaler nicht verdient. „Die Jungs haben sich für ihr gutes Spiel wieder einmal nicht belohnt“, klagte Renji, nachdem Rhynern vier Minuten nach Federicos Großchance der Treffer des Tages gelungen war.

Die Ennepetaler Defensive hatte eine Situation auf der rechten Seite nicht unter Kontrolle gebracht. Rhynern konnte recht ungestört flanken, und in der Mitte blieb Björn Sobotzki kein anderes Mittel mehr, als seinen Gegenspieler zu Fall zu bringen. Den fälligen und auch bei Imre Renji unstrittigen Strafstoß ließ sich Felix Bechthold nicht entgehen.