Ennepetal favorisiert in Aplerbeck

So jubelten Mike Hibbeln und Leon Enzmann im Hinspiel, als Ennepetal mit 4:2 Dortmund besiegte.
So jubelten Mike Hibbeln und Leon Enzmann im Hinspiel, als Ennepetal mit 4:2 Dortmund besiegte.
Foto: Mustafa Balci

Ennepetal/Dortmund..  Das Jahr hat für den Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal gut begonnen. Ein Sieg gegen Hamm, ein Remis gegen Erndtebrück. Das lässt die Klutertstädter leicht favorisiert zum ASC Dortmund fahren – zumal das Hinspiel mit einem 4:2 nach einer 4:0-Führung endete.

Zwar nimmt Trainer Imre Renji diese Rolle für seine Mannschaft gerne an, dennoch warnt er. „Es wird ein völlig anderes Spiel werden“, sagt er mit Blick auf die taktschen Ausrichtungen. Denn Dortmund, so die Erfahrung aus dem Hinspiel, wird lauern, wird Ennepetal kommen lassen, um dann mit den pfeilschnellen Offensiv-Spielern den Erfolg zu suchen. Das hat im Hinspiel nur fast geklappt. Ennepetal war an diesem Tag im vergangenen August ausgesprochen clever unterwegs, nutze durch Enzmann, Sobotzki, Erdmann und Hibbeln eiskalt die sich bietenden Chancen.

Jetzt, zum Rückspiel, erwartet Renji viel Geduld von seinen Spielern. Nicht ins offene Messer renne, ist seine Devise. Dazu muss das Spiel umgestellt werden, weil die gewohnten Kurzpässe auf dem tiefen Geläuf im Waldstadion zu Aplerbeck kaum oder nur schlecht möglich sein werden.

Immerhin kann Imre Renji auf die bisherige erfolgreiche Formation zurückgreifen. So werden Gerding, Sobotzki, Bollmann und Winczura in der Viererkette zur Verfügung stehen. Davor agiert ein derzeit ausgesprochen gut disponierte Christian Hausmann, der mehr und mehr seine Qualitäten zeigt. Ferner haben zuletzt Sabellek und Kupilas bewiesen, dass sie ihre Chancen suchen und nutzen. Überdies sind Erdmann und Gallus im weiteren Mittelfeld in guter Verfassung – ganz zu schweigen von Stürmer Hibbeln, der stets für Unruhe im gegnerischen Verteidgungs-Verbund sorgt.

Koca und Federico stark im Training

Ob diese Start-Aufstellung auch die vom Sonntag sein wird, ist wahrscheinlich, aber nicht zwingend. Denn der ehemalige Dortmunder ASC-Spieler und Ennepetals Winter-Neuzugang Yücel Koca hat zuletzt im Training einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Dazu hat sich Ex-Profi Giovanni Federico für die Startelf empfohlen. Und: Kai Strohmann ist derzeit zu Besuch und wird zum Kader stoßen. Er wäre ebenfalls eine starke Alternative. Fast eine beneidenswerte Situation für Imre Renji, der weiterhin auf Leon Enzmann (Muskelfaserriss), Robin Hoffmann (Leistenbruch) und Abdulah El Youbari (Schien- und Wadenbeinbruch) verzichten muss, überdies Nick Träpau sehr wahrscheinlich wegen einer Erkältung ausfallen wird.

Dortmund gelang zum Jahresauftakt ein 2:2 beim FC Gütersloh, verspielte allerdings in Ostwestfalen in den letzten 20 Minuten die durch Tim Schwarz und Rafik Halim erzielte 2:0-Führung.