Ennepetal besiegt nur fast den SV Lippstadt

Traf zur Ennepetaler 1:0-Führung: Charles Atsina
Traf zur Ennepetaler 1:0-Führung: Charles Atsina
Foto: MiSch

Ennepetal..  Das war ein vernünftiger und sehenswerter Abschied vom heimischen Publikum, den der Fußball-Oberligist TuS Ennepetal hinlegte. Und mit dem 1:1 gegen den favorisierten SV Lippstadt war dieses letzte Heimspiel der laufenden Saison auch erfolgreich – sogar ein Sieg war möglich.

Denn in den ersten 15 bis 20 Minuten überraschten die Ennepetaler. Das eigene Publikum, den Gegner. Die Gastgeber agierten offensiv, hielten den Ball sicher in den eigenen Reihen, spielten clever nach vorn. Nur direkt vor dem Gehäuse der Lippstädter haperte es. Alleine Luciano Sabellek verpasste es mehrfach, einen Treffer zu erzielen. Einmal traf er den Pfosten. Immerhin war Charles Atsina nach sieben Minuten zur Stelle, als er nach einer sehenswerten Kombination von Björn Sobotzki und Christian Hausmann zur Führung der Ennepetaler einköpfte.

Die Partie blieb schnell. Nur langsam wusste Lippstadt sich von der Überlegenheit der Gastgeber zu befreien, wusste aber nicht mehr, als die eigene Gefährlichkeit nur anzudeuten. Denn die Ennepetaler Abwehr-Formation hielt. Innen war es neben Sobotzki noch Maik Bollmann, die insbesondere den späteren Torschützen Sven Krause und Ardian Jevcic stets zu stoppen wussten. Außen spielten souverän Robin Gallus, vor allem aber Lukas Winczura, der einmal mehr seine Form der Extraklasse unter Beweis stellt. Er bekam es nämlich mit dem gefährlichen Marcel Ramsey zu tun und hielt seinen Gegenspieler weitestgehend in Schach.

Solide Partie von keeper Ester

Mit laufender Spielzeit bekam Lippstadt immer größere Feldüberlegenheit. Doch richtig gefährlich wurde es kaum. Held in der starken Abwehr, in der übrigens Ersatzkeeper Niklas Ester eine gute Partie ablieferte (von einigen kleineren Patzern mal abgesehen) war Björn Sobotzki, Gleich viermal rettet das Eigengewächs auf der Linie oder unmittelbar davor. Die Lippstädter Akteure Sven Krause und Ardian Jevirc werden Alpträume haben, denke sie an ihre vergebenen Chancen. So kämpfte Ennepetal bis zum Umfallen, verstärkte in den Schlussminuten durch Sebastian Krause die Defensive. Dagegen verstärkte Gäste-Trainer Daniel Farke seine Offensive – so erhöhte der eingewechselte Björn Traufetter den Druck.