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HSG Gevelsberg-Silschede

Engstfeld geht von Bord

08.02.2012 | 16:11 Uhr
Engstfeld geht von Bord
Foto: Volker Speckenwirth

Gevelsberg.Fünf Jahre lang hat Norbert Engstfeld die HSG Gevelsberg-Silschede geleitet. Jetzt hat er sich von seinem Posten zurück gezogen. „Was ich mache, das mache ich ganz oder gar nicht“, erklärte er gegenüber unserer Zeitung. Grund für seinen Rücktritt ist der Beruf, der dem Vertriebsleiter eines Büro- und Betriebsausstatters aus dem Siegerland nicht mehr die für die Aufgabe bei der HSG erforderliche Zeit lässt.

„Ich habe jetzt noch eine weitere Abteilung übernommen und bin überwiegend in Köln tätig“, erläutert Engstfeld und fügt hinzu: „Da bin ich nicht vor 19 Uhr zu Hause.“ Bei der letzten Vorstandssitzung informierte er seine Kollegen und verteilte seine Aufgaben auf die verbleibenden zwölf Mitglieder.

„Die fünf Jahre haben mir viel Spaß gemacht, auch wenn sie viel Arbeit mit sich gebracht haben“, so Engstfeld, dessen Amt des ersten Vorsitzenden zunächst unbesetzt bleibt. „Mitte März haben wir eine Jahreshauptversammlung und müssen sehen, ob sich bis dahin ein Nachfolger findet“, sieht Norbert Engstfeld die Situation entspannt. Aber auch, wenn sich niemand findet, wird es bei der HSG weiter gehen. Dann soll sein Stellvertreter Marco Töllner zumindest kommissarisch die Leitung übernehmen.

Vom Handball zurück ziehen wird sich der bisherige HSG-Chef indes nicht. Er wird weiter in der dritten Mannschaft (derzeit Kreisliga-Schlusslicht) spielen und ab der neuen Saison seinem Verein helfen, das Schiedsrichter-Manko zu vermindern.

Norbert Engstfeld greift bald zur Pfeife

„Ich stelle mich als Schiedsrichter zur Verfügung“, kündigt Engstfeld an, ein Vorbild bei der Suche nach Unparteiischen zu sein. Laut Internetseite fehlen der HSG insgesamt zwölf Schiedsrichter, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

Bei der Jahreshauptversammlung im März 2007 wurde Norbert Engstfeld zum 1. Vorsitzenden gewählt. In seine Amtszeit fällt der Aufstieg der Männermannschaft aus der Landes- in die Verbandsliga und ein deutlicher Aufschwung des Gevelsberger Handballsports. Mitunter 1 000 Besucher wollten die Spiele gegen TV Schwitten oder Eintracht Hagen II sehen. Weitere Aufstiege der unteren Männermannschaften, sowie etliche Kreismeisterschaften der Jugend und Erfolge im Frauenbereich gehören mit zur Erfolgsgeschichte der HSG unter Engstfeld.

„Wir haben gemeinsam den Bundesligisten Wetzlar gesehen und ein hochklassiges Turnier mit Beteiligung des ehemaligen Bundesligisten TuSEM in unserer „Hölle“ West verfolgen können,“ schreibt der zurück getretene HSG-Chef in einem Brief an die Mitglieder seines Vereins. Stolz ist er zu Recht auch auf das bewiesene soziale Engagement. Dazu zählen die Teilnahmen an der Gevelsberger Jugendmesse, am Kinderweihnachtsmarkt, die Leitung von Handball-AGs an Gevelsberger Schulen und nicht zuletzt das Benefizspiel für die Familie Lorkowski im vergangenen Jahr.

Ulrich Mittag

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