EN Baskets wurden mit Dreiern „erschossen“

Max Massing
Max Massing
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Die Kulisse in der Sporthalle West war toll, die Stimmung an diesem „Familientag“ der EN Baskets stimmte. Einem spannenden Spiel der Schwelmer gegen die Weißenhorn Youngstars schien nichts im Wege zu stehen. Spannend war es nach anfänglichen Startschwierigkeiten der EN Baskets aber nur im ersten Viertel. Und das auch nur, weil vor allem Julius Dücker in dieser Phase zu glänzen wusste und unter anderem alle sieben Freiwürfe sicher verwandelte.

Ein Grund für die große Gäste-Dominanz war die harte Weißenhorner Verteidigung, die lediglich im Anfangsviertel mehr als 20 Punkte zuließ. „Trotz des hohen Sieges war das Spiel in Schwelm aber ein großes Stück Arbeit für meine Mannschaft“, stellte Coach Danny Jansson hinterher – sicher mit einem Schuss Höflichkeit – klar. Die Youngstars verstanden es insbesondere, den Aktionsradius der starken Schwelmer Schützen Sebastian Schröter, Mathias Perl und Jody Johnson einzuengen. Entgegen kam ihnen dabei die Tatsache, dass sie – anders als bei ihrer Niederlage im Hinspiel – nicht auf Chris Johnson aufpassen mussten, der verletzt zuschaute, aber schon vor dem Spiel versprach, in der nächsten Partie wieder auf dem Feld zu stehen.

Ein Dreier als „Buzzer-Beater“ am Ende des dritten Viertel

Außerdem erwischten die Schwaben einen ausgesprochen guten Tag von der Dreierlinie und versenkten elf Würfe aus der Distanz. Allein vier Mal traf der US-Amerikaner Randal Holt. Diese Stärke brachte auch die Vorentscheidung, denn im dritten Viertel setzten sich die Weißenhorner durch fünf erfolgreiche Dreierwürfe deutlich ab. Der letzte landete durchaus glücklich als Buzzer-Beater in der Reuse.

Je länger das Spiel dauerte, desto sicherer agierten die Gäste. Die EN Baskets verzweifelten immer wieder an der guten Weißenhorner Defense. Zwischenzeitlich führten die Youngstars sogar mit 70:45, ehe den Baskets am Ende noch ein klein wenig Ergebniskosmetik gelang.

Mit der Schiedsrichterleistung war man im Schwelmer Lager nicht einverstanden und verwies auf die 1:11 Fouls, die die Referees im zweiten Viertel gegen die Baskets gepfiffen hatten. In der Tat ein ungewöhnliches Verhältnis, das sich sicher auch in den Köpfen der Schwelmer Spieler festsetzte. Die Psyche war jedenfalls erkennbar angeschlagen. Das unterstrich das unsportliche Foul, das sich Max Kramer zu Beginn des letzten Viertels nach zwei Ballverlusten in Folge an Randal Holt leistete.

Sein Heimdebüt gab Max Massing. Er hätte sich sicher einen besseren Einstand vor eigenem Publikum gewünscht. Massing spielte zwölf Minuten, war aber nur mit zwei Freiwürfen erfolgreich. Mathias Perl hatte sich zu seinem 27. Geburtstag vergeblich einen Sieg gewünscht.

„Airwin“ nach Diät- und Streckkur wieder im Einsatzu

Ein Comeback feierte am Samstagabend Baskets-Maskottchen „Airwin“. Offenbar hat er sich während seiner Abwesenheit erfolgreich einer Diät- und Streckkur unterzogen, denn er kam rank und schlank daher, legte mit den „Baskets Beats“ eine kesse Sohle aufs Parkett und warf sogar aus satter Entfernung den Ball in den Korb. Ein klasse Einstand also, zumindest für ihn ein erfolgreicher Jahresauftakt.