EN Baskets wollen Siegesserie der Schwaben heute stoppen

Leo Padberg (Mitte) wird durch den Ausfall von Chris Johnson mehr gefordert sein.
Leo Padberg (Mitte) wird durch den Ausfall von Chris Johnson mehr gefordert sein.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Das wird ein ganz schweres Stück Arbeit für die EN Baskets Schwelm. Diese Prognose vor dem heutigen Heimspiel gegen die Weißenhorn Youngstars ist alles andere als gewagt. Denn die Mannschaft von Trainer Danny Johnson ist das aktuell wohl „heißeste“ Team der ProB Süd. Nach Startschwierigkeiten in der Meisterschaftsrunde hat sich die Mannschaft von Chefcoach Danny Jansson stetig gesteigert und ist seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagen und auf Rang drei geklettert.

Die Überschrift zur Vorschau auf das Spiel in Schwelm auf ihrer Internetseite lautet „Mit anhaltendem Erfolgshunger nach Schwelm“. Das zeugt nun wirklich nicht von mangelndem Selbstvertrauen der Schwaben. Kein Wunder, denn in ihrer seit Mitte November andauernden Erfolgsserie haben sie auch die Top-Teams der Liga wie Rhöndorf, Würzburg und Iserlohn in teilweise unnachahmlicher Manier vorgeführt. Erst am letzten Spieltag gegen die mit Verstärkung aus der BBL angetretenen Fraport Skyliners Juniors zauberten die Neu-Ulmer eine fast fehlerfreie Leistung aufs Parkett. Frankfurt verlor mit 64:79. Tabellenführer Iserlohn Roosters hatte sogar mit 100:82 dreistellig eingeschenkt bekommen.

Weißenhorn behält Bodenhaftung

Doch Headcoach Jansson bleibt bescheiden, wenn er sagt: „Wir haben unsere Leistungen auf einem hohen Niveau stabilisiert – und das zeigt sich in den Ergebnissen der letzten Wochen.“ Die Bodenhaftung verliert trotz des anhaltenden Aufwärtstrends offenbar niemand in Weißenhorn. „Es gibt immer noch genug zu verbessern“, fügt Jansson hinzu. „Deswegen schauen wir auch nicht auf die Tabelle, sondern gehen sehr hungrig in jedes weitere Spiel.“

Seine Mannschaft wird auf Revanche sinnen, hatte sie doch Anfang November in eigener Halle eine bittere Niederlage gegen die Schwelmer hinnehmen müssen. Bei der war Chris Johnson mit 31 Punkten, sechs Rebounds und fünf Assists der überragende Spieler. Schade, dass der kanadische Shooting-Guard der EN Baskets aufgrund einer Muskelzerrung erneut ausfällt. Trainer Thorsten Morzuch hofft, dass Chris in einer Woche zum Auswärtsspiel in Langen wieder fit ist. „Aber sicher ist das nicht“, so der Coach. Den Ausfall des Kanadiers sollen seine jungen deutschen Spieler wie Leo Padberg und Till von Guionneau kompensieren, was in Saarlouis schon recht gut geklappt hat.

Max Kramer immer mehr Stütze des Baskets-Teams

Auch Max Kramer zeigte im Hinspiel in Weißenhorn eine gute Partie. Er brachte es gegen den Kooperationspartner von Ratiopharm Ulm auf 14 Punkte und je fünf Rebounds sowie Assists. Ohnehin entwickelte sich Kramer im bisherigen Verlauf der Saison zu einer wichtigen Stütze seines Teams.

Doch Weißenhorn kommt mit zwei absoluten Top-Ausländern. Randal Holt, Guard, hat in den letzten drei Spielen 73 Punkte gesammelt und 23 Assists geliefert. 2,02-Meter-Forward Jordan Baker, kanadischer Nationalspieler, scort regelmäßig zweistellig.

„Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen“, sagt Morzuch trotzdem - sicher auch mit Blick darauf, den für die Playoffs wichtigen vierten Tabellenplatz zu erreichen.

Bis auf Chris Johnson kann Trainer Thorsten Morzuch allerdings auf alle Akteure zurückgreifen. Auf jeden Fall möchten die EN Baskets nach dem Sieg gegen die Saarlouis Royals den positiven Trend allzu gern fortsetzen. Und wenn das in der eigenen Halle klappt, ist das umso schöner. Dazu ist allerdings auch die Unterstützung der Baskets-Fans unerlässlich. Und darauf setzt auch Thorsten Morzuch: „Mit der Kulisse muss jeder Gegner erst einmal fertig werden.“ Und mit der langen Anreise. Die Baskets waren zum Hinspiel satte neun Stunden unterwegs.