Eine harte Nuss erwartet Schwelm

Ein Duell aus dem Hinspiel:  Sebastian Schröter (l.) gegen Jonathan Mesghna.
Ein Duell aus dem Hinspiel: Sebastian Schröter (l.) gegen Jonathan Mesghna.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm/Hanau..  Weiter geht es in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Süd, mit der Festigung der Form der EN Baskets Schwelm unter Trainer Omar Rahim. Nach dem Sieg in Langen und der knappen Niederlage in letzter Sekunde in der Verlängerung gegen Iserlohn bei bester sportlicher Unterhaltung folgt am Samstag mit dem Gastspiel bei White Wings Hanau eine weitere harte Nuss.

Die Hessen hatten sich auf die Fahne den Aufstieg in die Pro A geschrieben. Doch der Start war zunächst katastrophal. Fünf Spiele zum Saisonstart gingen in die Hose. Tiefpunkt war die Niederlage in Schwelm, bei der den Kreisstädtern eine unterdurchschnittliche Leistung zum 76:62-Sieg reichte. Herausragend agierte indes Kapitän Sebastian Schröter in dieser Begegnung. Für Gäste-Trainer Ty Show bedeutete diese Niederlage das Ende der Zusammenarbeit mit Hanau. Er ist mittlerweile in der Nord-Gruppe bei den UniRiesen Leipzig unter Vertrag. Danach kam Steven Clauss – und der Erfolg kehrte zu den „Weißen Flügeln“ zurück.

Und das macht die samstäglichen Gastgeber gefährlich. Im laufenden Jahr blieb die Mannschaft aus Hanau unbesiegt, behielten gegen Karlsruhe, Frankfurt, Saarlouis und Lich die Oberhand. „Aus den letzten zwölf Spielen hat Hanau neun Siege geholt“, so Baskets-Trainer Omar Rahim. Er zeigt großes Respekt vor der Leistung der Gastgeber, die vor allem in der Konstanz und in der Breite zu finden ist. Dennoch, oder gerade deswegen: „Wir fahren nach Hanau, um zu gewinnen“, so Rahim.

Till von Guionneau verletzt

Ihm steht dazu derselbe Kader wie gegen Iserlohn zur Verfügung. Das bedeutet, dass Till von Guionneau weiterhin fehlen wird. Der Bluterguss im Knie hat sich als hartnäckige Verletzung erwiesen. Immerhin soll er die Woche noch mit dem Training wieder anfangen. Auch Christopher Johnson ist wieder fit. Ihn plagten in der Verlängerungen Krämpfe in den Oberschenkeln. Entwarnung also bei von einigen Zuschauern vermuteten Zerrung.

Weiterhin arbeitet Omar Rahim unter der Woche an weiteren Veränderungen – hoffentlich auch Verbesserungen aus Schwelmer Sicht. An einigen Stellschrauben dreht der Trainer. Beispielsweise will er seinen Spielern mehr Reife in der Offensive vermitteln. Gegen Iserlohn hat sich gerade in den Schlussmomenten gezeigt, dass hier durchaus Verbesserungsbedarf ist.

In Hanau, die Mannschaft hat gleich vier US-Amerikaner im Kader, genießen die Kreisstädter großen Respekt. Genau haben sich die Hessen angeschaut, wie die Partie gegen Iserlohn verlaufen ist. „Schwelm hat mit dem Spiel gegen Iserlohn gezeigt, was sie im Stande sind zu leisten – das sollte für uns Warnung genug sein“, so Wings-Trainer Steven Clauss.

Iserlohn moniert „Nachspiel“

Apropos NRW-Derby. Nach dem Spiel waren sich eigentlich alle Beteiligten einig, ein grandioses Basketball-Spiel gesehen zu haben. Hohes Niveau, voller Emotionen. Ob es ein Nachspiel geben wird? Jedenfalls haben Iserlohner Verantwortliche moniert, dass es nach der Partie Beleidigungen, Bedrohungen und Handgemenge gegeben haben soll. „Bei jedem Spiel gibt es Emotionen. Vor allem bei diesem Derby, welches eine ausgesprochen tolle Werbung für den Basketball war“, reagiert Rahim auf Anfrage unserer Zeitung. „Was nach dem Spiel nach Darstellung von Iserlohn gewesen sein soll, entspricht nicht der Wahrheit.“