Ein Start-Ziel-Sieg in der „Hölle von Eisleben“

Ennepe-Ruhr/Balve..  Diese 66 Kilometer gelten als die Lieblingsstrecke von „Double You“ und Stefan Mönninghoff. Sie ist vertraut und der Gevelsberger Bankkaufmann hat diesen Distanzritt einmal mehr mit seinem Pferd erfolgreich beendet – als Sieger. Für „Princess“ kam dieser schwierige Ritt (noch) nicht infrage.

Überhaupt ist diese Strecke, die als „Hölle von Eisleben“ bezeichnet wird, ausgesprochen anspruchsvoll. Langgezogene Steigungen sind ebenso zu bewältigen wie verschiedene Geläufe als Untergrund. „Das ist nur mit einem erfahrenen Pferd zu bewältigen“, sagt Stefan Mönninghoff. Das Ergebnis und der Verlauf des Rennens geben ihm recht, nachdem alles „super geklappt“ hat, und das Duo die Strecke mit einem Schnitt von 13,03 Kilometern pro Stunde in einer Zeit von 5:04 Stunden bewältigt hat – bei einem Vorsprung auf den Zweitplatzierten von 21 Minuten. Das ist schon deutlich.

Und auch in Balve haben die Distanzreiter unter Beweis gestellt, dass nicht einfach losgeritten wird, sondern dass Veterinäre und Distanzreiter-Verband ein Auge auf Fitness und Gesundheit der Vierbeiner haben. So gab es einen ersten Stopp nach 15 Kilometern, an dem Tierärzte die Pferde gründlich untersuchten. Zwei Teilnehmer durften nicht mehr weiter. Eine weitere Pause war bei Kilometer 33 angeordnet. 40 Minuten mussten dabei eingehalten werden – ab dem Zeitpunkt, ab dem das Pferd einen Puls von 64 hat. „Und kurz davor gab es eine langgezogene Steigung, so dass die Pferde zunächst ganz schön außer Puste waren“, so Mönninghoff. Vergleichbar ist dies mit Menschen nach körperlichen Anstrengungen, die je nach Trainingszustand mehr oder weniger schnell zum angestrebten Ruhepuls kommen können.

Nach diesem Start-Ziel-Sieg – zwölf Starter hatten sich gemeldet, neun waren tatsächlich auf die Strecke gegangen und sieben kamen in die Wertung – ist erst mal eine Wettkampf-Pause angesagt. Im Juli geht es weiter, wenn die Lüneburger Heide ruft. Den 100-Meilen-Ritt über 160 Kilometer von Celle bis nach Hamburg will Stefan Mönninghoff mit seiner Mannschaft angehen.