Ein Spieler rettet seinen Trainer

Hans-Peter Müller (Mitte) am 11. Januar 2014 kurz vor seinem Zusammenbruch.
Hans-Peter Müller (Mitte) am 11. Januar 2014 kurz vor seinem Zusammenbruch.
Foto: WP

Ennepe-Ruhr..  Das Sportjahr 2014 ist zu Ende, es lebe das Sportjahr 2015. Grund genug auf die wichtigsten, die herausragenden, die schönsten Ereignisse des gerade abgeschlossenen Jahres zurückzublicken. Ein lokaler Sport-Jahresrückblick – ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit.

Schrecken, Erleichterung und Jubel kennzeichneten das Jahr beim Handball-Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede.

Der Schreck fuhr allen – Spielern, Besuchern, Betreuern – in die Glieder, als HSG-Trainer Hans-Peter Müller am 11. Januar in der 27. Minute des Heimspiels gegen Teutonia Riemke in der Halle West an der Seitenlinie zusammenbrach und das Bewusstsein verlor. Der Vollblut-Trainer hatte einen Herzinfarkt erlitten. Nur dank umgehender Hilfe unter der Leitung von Feuerwehrmann Kevin Kliche, Spieler der HSG, gelang es Spielern und Krankenschwestern aus dem Publikum Müller mit Mund-zu-Mund-Beatmung, Herzdruckmassage und der Hilfe eine Defibrillators zu reanimieren und schlimmere Folgen verhindert wurden.

Nach seinem Herzinfarkt coacht Müller sein Team zum Ligaverbleib

Im Krankenhaus wurde der 60-Jährige anschließend behandelt. Die Partie wurde einvernehmlich mit dem Gegner abgebrochen und einen Monat später wiederholt. Mit Müller auf der Bank. Der coachte sein Team schließlich zum Ligaverbleib, der am drittletzten Spieltag mit dem 31:28-Sieg bei TuS Bielefeld-Jöllenbeck perfekt gemacht wurde. Auch in der laufenden Saison kämpfen die Gevelsberger wieder um den Klassenverbleib. Zum Jahresende 2014 belegen sie den letzten Tabellenplatz mit 6:16 Punkten. In der Vorsaison standen zur selben Zeit 12:10 Punkte auf ihrem Konto, rangierten sie auf Rang sechs, um am Saisonende den achten Platz zu belegen.