Ein Jahr dauert es etwa bis zu einem sicheren Ritt im Gelände

Gruppenbild mit den Schülern, Ute Krägeloh-Siebrandt und Anna Siebrandt.
Gruppenbild mit den Schülern, Ute Krägeloh-Siebrandt und Anna Siebrandt.
Foto: Bastian Haumann

Schwelm..  Ein Ausritt im Schnee – einfach zauberhaft. Doch so weit waren die Zweitklässler der Gemeinschaftsgrundschule Ländchenweg noch nicht. Bei der Reitschule Krägeloh-Siebrandt bekamen sie aber alles an die Hand, was für das Reiten wichtig ist.

Dazu gehörte, wie sie sich richtig auf dem Rücken ihres Ponys verhalten aber auch die Pflege und Fürsorge, die sie dem Tier zukommen lassen müssen. „Bis man sicher alleine ausreiten kann, braucht es schon ein Jahr“, sagte Anna Siebrandt, selbst Lehrerin am Ländchenweg, die zusammen mit ihrer Mutter Ute Krägeloh-Siebrandt die Schüler in einer Reit-AG unterrichtete.

Bisher fand die Reit-AG immer zwischen den Osterferien und Herbstferien statt. Sieben oder acht Montage trafen sich die Schüler dann an der Reitschule. Doch dieses Mal hatten sich so viele Schüler für die AG interessiert, dass es eine erste Wintergruppe gab. Der letzte Unterrichtstag für diese erste Wintergruppe liegt frisch zurück und als Belohnung für die Teilnahme gab es nicht nur eine Urkunde, sondern auch ein aufbereitetes Hufeisen. „Das muss mit der Öffnung nach oben aufgehängt werden“, sagte eine Schülerin. Damit das Glück nicht herausfalle.

Den Kindern machte es jedenfalls viel Spaß, auf den Rücken der Ponys Theo, Eddy und Pluto zu sitzen. „Es tut gut, sich draußen zu bewegen“, sagte die siebenjährige Fiona. Und Lukas schwärmte noch immer von der Abschlussstunde. „Wir sind Trab geritten.“ Lukas war dabei der Beweis, dass Reiten nicht das typische Mädchenhobby ist. „Wir haben hier am Stall alleine fünf Jungs“, sagte Ute Krägeloh-Siebrandt. Die meisten Schüler der AG sind danach Feuer und Flamme für das Reiten und bleiben der Reitschule erhalten.

Ab kommender Woche gehe es dann weiter. „Dann kommt die nächste Gruppe zu uns“, sagte Anna Siebrandt. Und sind die mit ihrem Schnupperkurs fertig, dann kommen auch die Erstklässler in den Genuss des Reitens. Denn das Glück der Erde liegt schließlich auf dem Rücken der Pferde. Oder im Fall der Reit-AG: der Ponys, die bei den kleinen Reitern voller Geduld waren. Dennoch möchte Anna Siebrandt ihre Erstklässler lieber in den wärmeren Monaten unterrichten.