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Duwe fehlt die Zeit

10.02.2012 | 15:06 Uhr

Schwelm.Mit der Partie gegen Bayer Wuppertal verabschiedet sich Gereon Duwe als Trainer von der TG Rote Erde Schwelm. „Das hat gar nichts mit dem Tabellenstand zu tun – ich bin einfach beruflich so stark beansprucht, dass mir die Zeit fehlt“, sagt Duwe. Ganz überraschend kommt die Entscheidung nicht, denn schon vor fast genau einem Jahr hatte er mit dieser Begründung seine Demission eingereicht.

Weiter gemacht hat Duwe dann trotzdem. Ursprünglich als Co-Trainer, dann als mit Jens Larsen gleichberechtigter Coach und seit Januar wieder allein verantwortlich. „Ich habe viel mehr getan, als ich wollte. Messe- und Auslandstermine lassen mir aber nicht die Zeit, die Aufgabe so zu erfüllen, dass ich meinem eigenen Anspruch gerecht werde“, erläutert Duwe. Wie es weiter geht, wollen Mannschaft und Vorstand am Sonntag nach dem Spiel beraten.

Sieg gegen Bayer der allerletzte Strohhalm

Spiele gegen die Wuppertaler sind immer etwas Besonderes. Duwe hat viele der Bayer-Spieler als Jugendliche trainiert. Und Sebastian Gri trifft auf einige seiner ehemaligen Mannschaftskameraden. „Da geht’s immer ein bisschen heißer zu“, weiß Duwe. Und für beide Teams geht es um viel. Die Schwelmer wollen ihren allerletzten Strohhalm gegen den Abstieg ergreifen, die Wuppertaler wollen die Relegation vermeiden. Übrigens ist der RE-Trainer vom Abstieg gar nicht überzeugt. „Durch die Einführung der dritten Liga kann es dazu kommen, dass aus dem Norden weniger Mannschaften überhaupt aufsteigen wollen. Dann kämen aus dem Westen mehr Teams zum Zuge“, rechnet er auch als Tabellenvorletzter mit der Möglichkeit des Klassenverbleibs.

Erst einmal wird aber noch gespielt. „Wir wollen ohne Ende Gas geben und Bayer unter Druck setzen“, sagt Duwe, der sich natürlich zum Abschied natürlich einen Sieg wünscht. Die Mannschaft wird ähnlich auflaufen wie zuletzt gegen Gladbeck und Menden-Much. Malek Laouti, Tom Backhaus, Thomas Siepmann und Klaus Sonnabend werden fehlen. „Aber neun Spieler werde ich schon aufbieten können“, erklärt Gereon Duwe vor seinem Abschied - Teil zwei.

H. Mittag

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