Die Nordhelle präsentierte sich eisig kalt

Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Nass war es. Usselig. Eigentlich kein schönes Wetter, um eine Radtourenfahrt (RTF) so wirklich zu genießen. Gut 400 Teilnehmer taten es trotzdem – und erlebten einmal mehr eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Route, die der Schwelmer RSC für seine 32. „Käpp vom Müöllenkoatten“-Tour ausgearbeitet hatte.

Heiner Neuhaus war einer der Mitorganisatoren. Rundum zufrieden sei er, die Fahrer hätten viel Lob für die Strecken und das Drumherum verteilt. „Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen liegen wir im guten Mittelfeld, was die Teilnehmerzahl angeht“, meinte der 66-Jährige.

Von der Grundschule Möllenkotten aus ging es auf insgesamt fünf verschieden langen Strecken bis an die Schnittstellen des Sauerlandes und des Bergischen Landes. Insgesamt zwölf Streckenposten sorgten dafür, dass die Radsportler an den verschiedenen Zwischenstationen mit Bananen, frischen Waffeln, belegten Broten, Getränken und natürlich Informationen für die weiteren Streckenabschnitte versorgt wurden. „Wenn die sich alle so plagen, sollen sie wenigstens etwas Gutes zu essen bekommen“, beschrieb Heiner Neuhaus. Außerdem sei sein Verein für die gute Beschilderung der Strecken gelobt worden. Es habe auch keine Diebstähle oder andere Vorfälle mit den Wegtafeln gegeben.

Die Volksradfahrer konnten sich auf die 25 Kilometer lange Strecke durchs Heilenbecker Tal in Ennepetal bis zum Schlagbaum und zurück begeben. Wer die 41-Kilometer-Tour mitmachte, fuhr über Remlingrade und Dahlhausen weiter nach Radevormwald, ehe es zurück nach Schwelm ging. Über Dahlerau, das in der Nähe der Bevertalsperre gelegene Egen und das zu Halver gehörende Schwenke führte die 71 Kilometer lange Strecke. Noch weiter ging es über die Distanz von 111 Kilometern, bei der auch das zum Kiersper Stadtgebiet gehörende Rönsahl sowie die Ortschaft Thal geschnitten wurden, wonach es über Halver, Breckerfeld und die Ennepetalsperre wieder in Richtung Möllenkotten ging.

Die Fittesten der Fitten muteten sich bei der 32. RTF des RSC Schwelm sogar noch weitere 40 Kilometer mehr zu. „Da ging es diesmal über die Nordhelle“, erklärte Heiner Neuhaus, „da oben war es gewaltig kalt an dem Tag.“ Gut sei es daher gewesen, dass vor allem die dort wartenden Streckenposten entsprechend warm angezogen gewesen seien. Der mit rund 663 Metern höchste Berg des Ebbegebirges und des Märkischen Kreises sei jedoch alle Mühen wert gewesen. Die Nordhelle mit dem Rad zu befahren, das sei immer eine Herausforderung, so Neuhaus.

Keine Stürze oder Unfälle

Froh waren die Verantwortlichen des RSC Schwelm, die die ankommenden Radsportler in der Grundschule bewirteten, vor allem darüber, dass es keine Stürze oder gar Unfälle gegeben habe. Lediglich einer Teilnehmerin sei kurz vor dem Streckenposten in Dahlerau die Schaltung gerissen. Ärgerlich, aber eben nicht wirklich schlimm.

„Doch auch da konnten wir helfen. Wir haben dann die Dame und ihr Rad mit einem Kombi zurück zum Start gebracht“, sagte Heiner Neuhaus.

Erstmals sei außerdem das Anmelde- und Registrierverfahren erneuert worden. „In den Anmeldekarten befand sich jeweils ein Chip, der die Daten direkt an den PC geliefert hat. Das hat unheimlich viel Zeit und Schreibarbeit erspart. Das werden wir jetzt immer so machen.“ Für Heiner Neuhaus und seine Radsportkollegen vom RSC Schwelm steht nämlich schon jetzt fest, dass es im kommenden Jahr eine erneute. dann die 42. „Käpp vom Müöllenkoatten“-Tour geben soll. Lediglich das Datum dafür muss noch gefunden werden.