Die dritte Niederlage in Folge

Unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: Ennepetals Trainer Imre Renji
Unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: Ennepetals Trainer Imre Renji
Foto: Michael Scheuermann

Ennepetal..  Zum mittlerweile dritten Mal in Folge steht Fußball-Oberligist TuS Ennepetal mit leeren Händen da. Mit dem 1:3 (0:1) gegen den SuS Stadtlohn gab es überdies einen spielerischen Tiefpunkt für die Klutertstädter. Taktisch oft unklug, zu viele individuelle Fehler, zu viele Chancen ausgelassen – das war es am Sonntagnachmittag, was den Gastgebern das Genick schließlich brach.

Dabei begann die Begegnung gar nicht mal so schlecht. Hüben wie drüben gab es gute Chancen. Im schnellen Hin und Her hatten die Ennepetaler durchaus leichte Vorteile. Charles Atsina (5.; nach Vorarbeit von Gerding, Hoffmann und Enzmann), Robin Hoffmann (4., nach langem Pass von Sabellek), Leon Enzmann (9., Volleyschuss nach Hoffmann-Flanke) und Leon Enzmann (16., nach sehenswerter Kombination von Sabellek und Atsina) hatten gute Möglichkeiten.

Weusthoff rettet zweimal

Andererseits verhinderten Florian Gerding (3., er stoppte Altunbas), Keeper Marvin Weusthoff (5., entschärfte Krüchting-Flanke; 14. rettet vor Altunbas) und Maik Bollmann (9., rettete vor Krüchting) möglich Rückstände gegen die Münsterländer.

Unübersichtlich dann die Situation, die zum 0:1-Rückstand führte. Nach einem Luftkampf lagen Weusthoff und Hoffmann im Fünfer. Lautstarke Reklamationen, aber kein Pfiff, dafür eine Schrägschuss aus etwa zehn Metern von Markus Krüchting ins Netz. Die Ennepetaler wollen vorher ein Foul der Gäste-Stürmer gesehen haben. Gäste-Akteure Vennemann legte sich dagegen fest: „Das war ein eigener Mann.“ Jedenfalls gab Schiedsrichter David Henning, der im Laufe des Spiels zu merkwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten neigte, den Treffer.

Fortan wirkte Ennepetal verunsichert, Stadtlohn erhöhte den Druck. Das setzte sich nach dem Seitenwechsel so fort – auch wenn Charles Atsina vier Minuten nach dem Wiederanpfiff nach einer Vorlage von Florian Gerding zum 1:1-Ausgleich traf. Doch wirklich das Spiel drehen, das vermochten die Gastgeber nicht.

Stattdessen überließen sie immer wieder wichtige Positionen den Gästen. Klar, Ennepetal erhöhte immer wieder den Druck. Doch Stadtlohn nutzte nun die sich bietenden freien Räume. Dazu zeigte sich die komplette Ennepetaler Abwehr bei den folgenden beiden Gegentreffern von Michael Roßmöller (63.) und Abdullah Altunbas (68.) völlig desorientiert. Keine Zuordnung stimmte, die beiden Torschützen konnten jeweils völlig freistehend den Ball im Netz unterbringen.

Verschiedene Umstellungen

Dabei versuchte Ennepetals Trainer mit verschiedenen Umstellungen, seine Jungs wieder auf Vordermann zu bringen. Mal wechselten Enzmann und Gallus die Seiten, dann kam Hoffmann ins zentrale Mittelfeld, dazu sorgte Maik Hibbeln mit seiner Einwechselung zur Pause für mehr Gefahr – aber keine wirklich durchschlagenden Aktionen. Viele Pässe gingen ins Leere, die Gäste-Defensive, die von Jens Roßmöller prima organisiert und zusammen gehalten wurde, war einfach nicht mehr zu knacken.