Der Spitzenreiter Iserlohn gibt sich in Schwelm die Ehre

Im Hinspiel siegte Noma Iserlohn mit 75:63.
Im Hinspiel siegte Noma Iserlohn mit 75:63.
Foto: IKZ

Schwelm..  Der Spitzenreiter kommt. Alleine das reicht, um die Zunge des geneigten Basketball-Fans schnalzen zu lassen. Dazu erwarten die EN Baskets Schwelm zu dem NRW-Derby der 2. Bundesliga, Pro B Süd, die Kangaroos von Noma Iserlohn. Ein Duell, das vom Papier her eindeutig erscheint, stets Reize vor allem darin hat, dass Spiel, Intensität und damit auch der Ausgang völlig offen sind.

Klar ist aber auch, dass die Gäste als Favorit anreisen. Sie sind in der Liga das Maß aller Dinge, spielen einen exzellenten Basketball und haben einen breit und tief aufgestellten Kader. So wird Trainer Matthias Grothe kaum Mühe habe, die für den Bundesligisten Phoenix Hagen abgestellten Spieler mit einer Doppellizenz zu ersetzen. Die Volmestädter spielen nämlich am selben Abend beim FC Bayern München. Sicher ist, dass Niklas Geske nicht mit nach Schwelm kommt. Fraglich ist, ob Moritz Krume dabei sein wird. „Das ist völlig egal. Denn Iserlohn hat eine breite Palette von starken Spielern“, weiß Baskets-Trainer Omar Rahim. Überdies erinnert er daran, dass beide Akteure auch beim Hinspiel nicht im Kangaroos-Kader weilten.

Außergewöhnlicher Jackman

Immerhin besitzt Noma-Trainer Grothe außergewöhnliche Spieler wie Orlan Jackman. Mehr als Ergänzung ist der Rest der Truppe wie Yannick Opitz, übrigens ehemaliger Spieler in Schwelm, oder Marcel Kessen – um nur zwei zu nennen. „Das sind Spieler, die hätte jeder Trainer gerne“, so Rahim.

Dem Baskets-Trainer selbst stehen nicht alle Spieler zur Verfügung. Sicher wird Till von Guionneau fehlen. Nach einem Pferdekuss gab es im Knie eine Einblutung, die noch nicht auskuriert ist. Fraglich, aber sehr wahrscheinlich, ist der Einsatz von Jody Johnson. Er erlitt eine Zerrung im Oberschenkel. „Ihn werden wir bis zum Spiel fit bekommen“, ist sich Omar Rahim sicher. Der Baskets-Trainer verlangt von seinen Spielern außergewöhnlichen Einsatz, Engagement und Willen gegen diesen außergewöhnlichen Gegner aus Iserlohn. „Es wird natürlich schwierig, Zugriff auf das Iserlohner Spiel zu bekommen“, weiß Omar Rahim. „Wir brauchen uns aber nicht zu verstecken.“ Da kommt natürlich gerade recht, dass Christopher Johnson wieder erstarkt ist. Nach seiner Verletzung hat er zuletzt in Langen dem Spiel seinen Stempel aufdrücken können. Mit 27 Punkten hatte er einen maßgeblichen Anteil am Auswärtserfolg. Überhaupt war es eine gute Vorstellung der Schwelmer.

Allerdings gab es im Laufe der Woche einen kleinen Rückschlag im Schwelmer Lager. Denn in mehreren kurzen Testspielen mit dem Regionalligisten BG Hagen war die Vorstellung der Schwelmer Jungs alles andere als überzeugend.

Schwelm genießt beim Kangaroos-Trainer Grothe großen Respekt. Aber: „Als Tabellenführer fahren wir selbstverständlich als Favorit nach Schwelm“, wird der Trainer auf der Noma-Homepage zitiert. Und: „Wir versuchen das Tempo hochzuhalten. Zuletzt haben wir auch aus der Distanz sehr gut getroffen, das war auch eine unserer Stärken.“

Omar Rahim bleibt Trainer

Übrigens ist bei den EN Baskets Schwelm eine Personalie entschieden: Bis zum Ende der Spielzeit wird Omar Rahim als Trainer fungieren, es wird also keine neue Person für dieses Amt gesucht. „Nach der Saison ist aber definitiv Schluss“, so der Baskets-Coach