Der erste Triumph der Sportfreunde

SF Niederwenigern freuite sich zum ersten Mal über den WAZ-Pokal.
SF Niederwenigern freuite sich zum ersten Mal über den WAZ-Pokal.
Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel..  Die Sportfreunde Niederwenigern haben die 26. Auflage des Hallenturniers um den WAZ-Pokal gewonnen. Im Finale besiegten sie den Ausrichter und bisherigen Abonnementsgewinner TSG Sprockhövel mit 5:3.

Der SC Obersprockhövel scheiterte nur knapp an der Finalteilnahme mit einer 3:6-Niederlage im Neunmeterschießen gegen den Oberligisten TSG. Dessen Torhüter Patrick Knieps war mit zwei parierten Strafstößen der Matchwinner. Zuvor hatten sich die Obersprockhöveler durch einen Treffer von Eshetu-Hassen mit 1:0 gegen den klassenhöheren SV Herbede fürs Halbfinale qualifiziert.

A-Ligist VfB Schwelm schlug sich beachtlich und gewann in der Vorrunde gegen RSV Hattingen (3:0), FC Wetter (5:2) und SG Welper (3:2). Nur gegen die TSG gab es eine knappe 0:1-Niederlage. Das reichte fürs Viertelfinale und am Ende für den siebten Platz. Hiddinghauser FV und VfL Gennebreck kamen über die Gruppenphase nicht hinaus.

Vielleicht hat Bertold Pieper ja ein bisschen tief gestapelt. Die Hallensaison werde man in diesem Jahr nicht mit übertriebenem Ehrgeiz angehen, hatte Niederwenigerns Fußball-Abteilungsleiter noch ein paar Tage vor dem Turnier gesagt. Nein, man werde sich zurückhalten. Allein schon wegen der Verletzungsgefahr in der Halle. Von echter Zurückhaltung kann man aber wohl nicht sprechen, denn die Schwarz-Gelben reckten am Ende des dreitägigen Turniers den Siegerpokal in die Höhe. Damit hat das Turnier einen neuen Sieger, denn Niederwenigern gewann in der Sprockhöveler Glückauf-Halle zum ersten Mal.

Aber irgendwie hatte es sich ja auch ein bisschen abgezeichnet. Denn die Sportfreunde lösten schon in der Vorrunde alle gestellten Aufgaben souverän, während sich die TSG, die das Turnier schon 15 Mal gewonnen hat, in einigen Spielen doch sehr quälte.

TSG Sprockhövel zeigt im Finale ihre stärkste Leistung

Doch im Finale steigerte sich die Mannschaft um Kapitän Raoul Meister noch einmal und zeigte gegen Niederwenigern ihre wahrscheinlich beste Leistung.

Es lief zunächst auch nach Plan, denn der Kapitän brachte in der dritten Minute den Oberligisten in Führung. Doch davon ließ sich Maxim Overhage nicht erschüttern. Der glich gegen seine alten Mannschaftkollegen postwendend aus. Durch ein Eigentor gerieten die Sprockhöveler in Rückstand, und nach dem Treffer von Sidney Rast war Niederwenigern richtig in der Spur. Dieser Treffer war übrigens sehenswert, denn Rast startete seinen Vorstoß in der eigenen Hälfte, wurde nicht richtig angegriffen und überwand dann letztlich TSG-Torwart Patrick Knieps.

Die Entscheidung war das aber noch nicht. Denn Sprockhövel glich durch Hodzic und Gremme wieder aus. Alles also wieder auf Anfang. Bis zu dem Zeitpunkt, als es für TSG-Torwart Patrick Knieps eine Zwei-Minuten-Strafe setzte. Jörg Neumann stellte sich dann zwischen die Pfosten, Sprockhövel spielte in Unterzahl und kassierte in dieser Phase das 3:4. SFN-Talent Marius Lünemann traf mit der Hacke, und kurz vor Schluss ließ Maxim Osterhage noch das 5:3 folgen.

Der beste Torschütze des Turniers stand übrigens nicht im Finale. Denn der heißt Tamer Aydin und traf in der Vorrunde neunmal für Hedefspor Hattingen, bis er sich verletzte. Auf sieben Tore kamen Christopher Antwi-Adjej (TSG) und Elvir Beganovic (Sandzak).