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Basketball-Regionalliga

Der Bielefelder Glanz ist längst verblasst

29.10.2009 | 16:35 Uhr

Eigentlich ist die Begegnung der Basketball-Regionalliga eine klare Kiste. Denn wer sonst als Tabellenzweiter Schwelmer Baskets soll das Parkett der Schwelmer Halle West als Sieger verlassen? Etwa die Gäste vom Vorletzten TSVE Bielefeld? Das kann kaum einer erwarten.

Auch nicht Baskets-Trainer Raphael Wilder. Dennoch warnt er davor, den Gegner am Samstagabend (Achtung, geänderte Anfangszeit: 20 Uhr) auf die leichte Schulter zu nehmen.

Die Gefahr für Schwelm lauert im eigenen Lager. Genauer: in den Köpfen der Baskets-Spieler. Die haben zuletzt starke Leistungen abrufen können und diese in tolle Siege gegen schwere Gegner wie BSG Grevenbroich umsetzen können. Da kann es schnell passieren, dass die Lässigkeit zu groß wird, geht es gegen einen vermeintlich schwachen Gegner wie die Ostwestfalen.

Denn der Glanz vergangener Tage ist in Bielefeld verblasst. Nach dem die „Dolphins” die Regionalliga beherrschten und in die zweite Liga aufstiegen, kam der Fall. Fast ein freier Fall. In der vergangenen Saison entging die Truppe nur knapp dem Regionalliga-Abstieg. Und in dieser Saison sieht es kaum besser aus. Nur Niederlagen setzte es, lediglich am jüngsten Spieltag gab es das erste Erfolgserlebnis: gegen das neue Schlusslicht BBV Hagen. Der Brandt-Nachfolger hat mittlerweile den Trainer gewechselt.

Dass die Bielefelder gut agieren können, zeigte die Partie in der Volmestadt. US-Boy Matt Marinchick, der als sehr mannschaftsdienlich gilt, markierte alleine 26 der 64 Punkte. Ferner gilt der Weißrusse Alexander Osipowitsch als Macht – wenngleich er seiner besten Form noch hinterher läuft. Routinier Emri Atsur rundet den Zirkel der Leistungsträger ab.

Dennoch: Favorit ist und bleibt Gastgeber Schwelm. Auch wenn die Mannschaft unter der Woche nicht komplett trainieren konnte. Verhindert waren zwischenzeitlich Max Dohmen (Studium), Felix Kramer (Privat), Kristofer Speier (Beruf) und Tom Doll (Grippe). Zwar stehen Trainer Raphael Wilder alle Spieler zur Verfügung, doch nach wie vor sind Kapitän Speier und das Urgestein Beiersmann angeschlagen.

„Ich glaube nicht an einen Start-Ziel-Sieg. Wir werden vielleicht ein oder zwei Viertel brauchen, ehe bei uns der Knoten platzen wird. Aber er wird platzen. Für uns kommt nur ein Sieg in Frage”, so Raphael Wilder.

Heinz-G. Lützenberger

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