Den Schwung mit in Kampf um Aufstieg nehmen

Nicht immer zufrieden: TuS-Trainer Marco Sadowski (Mitte) und Abdulah El Youbari (l.)
Nicht immer zufrieden: TuS-Trainer Marco Sadowski (Mitte) und Abdulah El Youbari (l.)
Foto: Mustafa Balci

Ennepetal..  Für den TuS Ennepetal ist es nichts Ungewöhnliches beim internationalen Turnier auf dem letzten Platz zu landen. Die Frage ist immer wieder, die sich die A-Junioren aus der Affäre ziehen, gibt es einen Tor-Erfolg, gibt es einen Punktgewinn? Trainer Marco Sadowski holte mit der Mannschaft keinen Punkt, musste zwei 0:4-Niederlagen hinnehmen, scheiterte zweimal knapp und unglücklich – das Fazit ist ausgesprochen positiv.

Immerhin gab es einen Torerfolg aus dem Spiel heraus. Gegen Rotterdam schaffte dies Kapitän Flemming Monse – nach erstklassiger Vorarbeit von Christian Hüge. Doch nicht nur der vielumjubelte Treffer sorgte für die große Zufriedenheit bei Marco Sadowski. „Die hohen Niederlagen mussten wir hinnehmen, weil die Treffer aus Standard-Situation gefallen sind und wir dabei nicht richtig aufgepasst haben“, so die Analyse des Trainers. „Aber ansonsten haben wir immer gut Paroli bieten können.“

Das zeigte sich eben vor allem in der Partie gegen die vom ehemaligen Weltklasse-Stürmer des FC Bayern München Roy Makaay trainierte Mannschaft aus den Niederlanden – die übrigens mit zehn Nationalspielern und vier Profi-Akteuren angereist war. Denn erst in den Schlussminuten (47., 50.+2) drehte sich die Partie zur 1:2-Niederlage.

Ähnlich das Spiel um den siebten Platz. Ennepetal, stetig unter Druck des Gegners Hannover 96, hätte gar in der regulären Spielzeit gewinnen können. Nach einem Eckstoß der Niedersachsen spielte Ennepetal einen Konter der Marke „Lehrbuch“ – nur, dass der Abschluss misslang. Tarek Attar wird lang geschickt. Mit ihm laufen Ilyas Kurnaz, der an dem Pfingstmontag seinen 18. Geburtstag feierte, und Furkan Saygili mit alleine auf das von Alexander Rehberg gehütete H96er-Gehäuse. Attar passt zu Kurnaz, der wiederum zu Saygiti. Und Letzterer verzieht denkbar knapp das Leder am Tor vorbei. Schade, nun ging es ins Strafstoß-Schießen, in dem Keeper Aron Kuhlmann fast zum Held wurde. Einen Schuss entschärfte er, an einen weiteren war er dran, konnte das Tor aber nicht verhindern. So setzte es nach dem einzigen 0:0 des Turniers ein 5:6 nach jeweils acht geschossenen Strafstößen.

„Ich bin super zufrieden, weil die Jungs Kampf und Leidenschaft gezeigt haben“, so Sadowski. „Ich hoffe, dass wir den Schwung mit ins letzte Meisterschaftsspiel mitnehmen können.“ Dann geht es auch um den Aufstieg, um die direkte Rückkehr in die Landesliga.