Das erste Jahr beginnt richtig mies

So jubelten Trainer hans-Peter Müller und keeper Patrick Huhn, als am 14. April 2013 der Oberliga-Erhalt so gut wie gesichert war.
So jubelten Trainer hans-Peter Müller und keeper Patrick Huhn, als am 14. April 2013 der Oberliga-Erhalt so gut wie gesichert war.
Foto: CremerPress - Alexander Cremer Alexander Cremer

Gevelsberg..  Das erste Jahr in der Handball-Oberliga, die Saison 2012/2013, begann für die HSG Gevelsberg-Silschede alles andere als vielversprechend. Und wieder waren es entscheidende Momente mit lautstarker und begeisternder Unterstützung der heimischen Fans und Freunde, die zum Erfolg, die zum wichtigen Schritt zum Klassenerhalt beitrugen. Momente, die sich die Gevelsberger als Drittletzter am kommenden Samstag zum „Abstiegs-Final“ gegen den Vorletzten ASV Senden erhoffen (19.15 Uhr, Halle West.

Wir schreiben den 14. April 2013, einen Sonntag. Es ist der viertletzte Spieltag der Oberliga, an dem die Gevelsberger gegen den späteren Dritten Soester TV antreten mussten. Die Konstellation: Mit einem Sieg wäre Gevelsberg so gut wie gerettet. Und um 18.13 Uhr, als die Schlusssirene ertönte, hatten die Gevelsberger mit dem 32:29 (15:12) das erste Oberliga-Jahr so gut wie geschafft – am Ende die Liga auch gehalten. Jubelarien brachen aus, herzergreifende Szene spielten sich auf Parkett und Tribüne ab. HSG-Trainer Hans-Peter Müller umarmte Keeper Patrick Huhn, dann erdrückte er ihn fast, schließlich wollte er ihn minutenlang nicht loslassen. Derweil bildete der Rest der Truppe den hüpfenden Kreis, einen Rudel, und sang lautstark „Hey, hey, Oberliga, Oberliga, hey hey!“.

Gevelsberg am Ende Drittletzter

Dabei war dieser Sieg längst nicht ausgemacht – trotz schneller Oberhand der Gastgeber. Nach einer 6:0- und 10:5-Führung holte Soest noch zum 13:12 auf. Es wurde richtig spannend in der Gevelsberger Halle West.

Diese Premieren-Saison begann richtig mies. 8:18 Punkte, vier Siege, neun Niederlagen – das war die niederschmetternde Bilanz der Hinrunde. Der Saisonstart mit vier verlorenen Spielen in Folge ging gründlich in die Hose. Einen ersten Befreiungsschlag gab es im fünften Saisonspiel in Menden-Lendringsen mit dem unglaublichen 36:20 (18:12)-Sieg am 20. Oktober 2012. Schließlich markiert das 32:25 (14:15) gegen Hagen II am 12. Januar 2013 im letzten Hinrunde-Spiel eine Wende für eine Atem beraubende Rückserie. Zunächst 6:0 Punkte in Folge, eine Rückrunden-Bilanz von 18:8 Punkten bei acht Siegen, zwei Remis und drei Niederlagen – das waren schließlich die Faktoren für den Liga-Erhalt.

Gevelsberg beendete die Saison als Drittletzter, HSE Hamm und ASV Hamm II mussten absteigen. „Dreizehn Trainer haben Gevelsberg als Absteiger gesehen, jetzt haben wir die Klasse gehalten, sind zweitbeste Rückrundenmannschaft“, freute sich Müller.

Keine Frage, dass so ein entscheidender Moment am kommenden Samstag gewünscht wird. Getragen von großer Begeisterung, der zur Festigung des drittletzten Platz’ führen soll. Und wer weiß, vielleicht ist sogar noch mehr drin.

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