Da sprachen einige von „Betrug”
18.10.2009 | 21:14 Uhr 2009-10-18T21:14:00+0200
Die Baskets schnupperten an der zweiten Runde im DBB-Pokal. Gegen das ProB-Team vom TSV Breitengüßbach hielten die Schwelmer über die volle Distanz gut mit, mussten aber am Ende einer teils kuriosen Partie beim 67:69 (34:26) doch gratulieren.
Die Entscheidung fiel dabei erst in den letzten Sekunden, als die Unparteiischen zwei Foulspiele gegen die Gastgeber „übersahen”. Ja, die Herren in Grau, Daniel Sünnen und Dominik Bejaoui, den Schwelmern aus der Partie der letzten Saison in Leverkusen in schlechter Erinnerung, hatten es auch zuvor schon gekonnt verstanden, nicht den Eindruck von „Heimschiedsrichtern” aufkommen zu lassen. Anders ausgedrückt: die Gäste profitierten in mehr als den beiden Situationen zum Schluss von ihren Entscheidungen.
Ganz böse und vor allem folgenschwer die Fehlentscheidungen in der Schlussminute. 18 Sekunden und 67:68 stehen noch auf der Uhr, als Niklas Cox eine Lücke in der Verteidigung erspäht, zum Brett hindurch geht und gefoult wird. Ein Pfiff - und zur Überraschung aller die Entscheidung „Offensivfoul”. Als David Bunts zehn Sekunden vor der Sirene unterbaut wird, bleibt der Pfiff ganz aus. „Schieber, Schieber”, rufen die Fans.
Ganze acht Punkte in fünf Minuten
Aber nicht nur die Schiedsrichterentscheidungen waren merkwürdig. Auch das zweite Viertel, in dem beiden Teams kaum ein Korberfolg gelang. Bis zur 5. Minute waren gerade einmal vier Punkte für jede Mannschaft notiert worden, am Ende hieß es 9:5. Das kommt sonst nur beim Damenbasketball vor. Keiner Mannschaft gelang ein richtiger Lauf, mehr als 6:0 war nicht drin. So blieb die Partie immer eng. Einmal mehr sorgte Alex Starr nach fünf Minuten mit einem unglaublichen Dunking nach Zuspiel von David Bunts dafür, dass das Spiel der Hausherren ins Laufen kam.
Erstaunlich gut hielten sich die Schwelmer unter den Körben. Trotz der Längenvorteile der Franken. Zwar kam 2,09-Meter-Mann Philipp Neumann, gut 16 Minuten auf dem Feld, auf insgesamt zwölf Rebounds, doch 2,12-Meter-Riese Christoph Jungbauer brachte es nur auf vier bei einer Einsatzzeit von immerhin gut 15 Minuten. Da kann sich die Bilanz von „Toffer” Speier (9) und Julius Dücker (8) durchaus sehen lassen.
Erschreckend schwach die Freiwurfquote. Während die Schwelmer noch 63 Prozent erreichten, kamen die Breitengüßbacher gerade einmal auf 50. Und auch Dreier waren Mangelware an diesem Abend. Bei den Schwelmern traf nur David Bunts einmal. Er und seine Teamkollegen versuchten es 18mal. Da lagen die Gäste mit fünf Treffern aus 18 Würfen deutlich vorn.
Zu Hochform lief Max Dohmen im dritten Viertel auf. Da war „The Fly” kaum zu bremsen und provozierte mit seinem unbändigen Zug zum Brett Foul um Foul. Schade nur, dass auch er von der Freiwurflinie nicht allzu sicher agierte und nur vier von sieben Bällen in die Reuse versenkte. Umso sehenswerter sein Dunking zum 50:47.
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