CVJM bringt Hasperbach nur fast ins Stolpern

CVJM-Trainer Michael Truß
CVJM-Trainer Michael Truß
Foto: Michael Scheuermann

Ennepe-Ruhr..  In der Handball-Kreisliga bleibt es beim Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft von TG Voerde und TV Hasperbach. CVJM Gevelsberg hatte es nur fast geschafft, Hasperbach zum Straucheln zu bringen. Derweil begann das Jahr für den HC Ennepetal mit einem Kantersieg, die beiden Gevelsberger HSG-Vertretungen mussten Niederlagen einstecken.
Mit dem Pflichtsieg bleibt Voerde vorne. Dabei waren die Vorzeichen für das Spiel in der ungeliebten Halle am Brasberg nicht so gut. Die Gäste mussten dezimiert (Verletzungen, beruflichen Verpflichtungen und Sperren) antreten. Fünf Spieler fehlten. Voerde begann überaus nervös und lethargisch und ermöglichte so dem Gastgeber, bis zur Mitte der ersten Halbzeit stets in Führung zu sein. Nach einer Auszeit verbesserte sich das Angriffsspiel. Nach der Pause gab es eine weitere Steigerung im Voerder Spiel. „Hauptsache zwei Punkte geholt“, so TGV-Spielertrainer Philipp Kersthold.

Es gab immerhin kurze Momente, in denen einer der Liga-Favoriten strauchelte. Schließlich war Hasperbach zu stark, zu clever und nutzte die Fehler der Gastgeber eiskalt aus – so gab es den verdienten Sieg der Gäste. Dabei startete Gevelsberg gut – sowohl ins Spiel als auch in die zweite Halbzeit. Immerhin gab es fünf Minuten nach dem Seitenwechsel den 14:14-Ausgleich. Mehr noch: Gevelsberg spielte stark und hoch-konzentriert, so dass eine 20:18-Führung heraussprang (45.). Doch anschließende Pfostentreffer und Fahrkarten brachten die Wende zugunsten der Gäste, die weitere sechs Minuten später mit 25:21 führten. Das war’s. „Immerhin haben wir Hasperbach unter dem üblichen Schnitt von etwa 40 Treffern pro Begegnung gehalten“, so CVJM-Geschäftsführer Jürgen Sproedt.

Mit einer sensationell starken Leistung begann Ennepetal die Begegnung. Im Angriff hatte alles funktioniert. So lief jeder Gehenstoß mit Konzept, womit die Gastgeber die Herdecker Abwehr auseinander spielen konnten. Überdies zeigte Alex Schöler im Ennepetaler Tor eine hervorragende Leistung. „Wenn du dann in der zweiten Halbzeit mit 17 oder mehr Toren fährst, dann lässt es automatisch nach“, so HCE-Spielertrainer Fabian Vogel. „Aber wir haben uns mit einer ausgezeichneten Angriffsleistung gegen einen direkten Konkurrenten durchgesetzt. Spielerisch war das ein größerer Fortschritt als tabellarisch.“

Das war eine Niederlage der Kategorie „unnötig“. Denn die Hausherren, die in Keeper Robin Soppa einen herausragenden Spieler hatten, hatten durchaus die Chance auf den doppelten Punktgewinn. Zunächst hatten sie aber nie den überragenden Gäste-Spieler Dirk Cipa im Griff, der alleine 13 Treffer für seine Farben erzielten. Dazu kam nach der Pause ein unerklärlicher Leistungsabfall, der sich im ungestümen und planlosen Anrennen gegen das Selbecker Gehäuse äußerte. „Da sind wir noch zu unerfahren“, analysiert HSG-Trainer Christian Emmel. „Immerhin haben wir bis zum Schluss gekämpft.“ Dennoch: Trost war dies unmittelbar nach der Schlusssirene nicht, als die Gevelsberger ordentlich die Köpfe hängen ließen.


Stets hatten die Gäste die Führung inne, so dass dieser Sieg durchaus als verdient bezeichnet werden kann. Allerdings waren die Gevelsberger immer mal wieder dran, die Begegnung zu kippen. Doch allein die ausgelassenen Chancen verhinderten dies. „Wir hatten etwa zehn bis fünfzehn Fahrkarten. das ist einfach zu viel“, so HSG-Spieler Christian Thaler. Immerhin zeigten die Gastgeber Moral, als sie einen zwischenzeitlichen Rückstand von fünf Treffern aufholen konnten.