Claus freut sich auf die neue Herausforderung

Max Claus.
Max Claus.
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Sprockhövel..  Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel hat sich mit einem Spieler verstärkt, der das Angriffsspiel beleben soll: Max Claus. Zusätzliche Impulse kann die TSG-Offensive auch gebrauchen, zumal Berkant Canbulut den Verein in Richtung Rot-Weiß Ahlen verlassen hat. In bisher 17 Spielen gelangen den Sprockhövelern nur 20 Treffer. Max Claus kommt mit der Empfehlung von bisher 14 Toren in der Saison 2014/15 nach Sprockhövel. Erfolgreicher war in der Liga nur Florian Drews vom SV Wanne mit 15 Treffern.

Aber natürlich muss sich Max Claus erst wieder an die neue Umgebung gewöhnen. Denn seine 14 Tore hat er halt in der Landesliga geschossen - und nicht in der Oberliga. Zwei Klassen höher ist das Spiel aber ein bisschen anders. „Es wird auf jeden Fall sehr viel schneller gespielt“, sagt der 23-Jährige. „Man hat nicht mehr so viel Zeit, Entscheidungen zu treffen. Und man bekommt natürlich auch nicht so viele Torchancen. Das ist mir schon bewusst.“

Max Claus wechselte von Hedefspor zur TSG Sprockhövel. Bei Hedefspor habe er eine wunderbare Zeit verbracht, sagt er. „Hier habe ich mit meinen Freunden Fußball gespielt, aber jetzt freue ich mich, dass ich wieder eine Chance bekomme, in der Oberliga zu spielen.“

Max Claus kennt das Sprockhöveler Umfeld bestens. Er begann seine Karriere zwar bei Blau-Weiß Weitmar, spielte später auch für die SG Welper, wechselte aber schon als C-Jugendlicher in den Baumhof. Im Jugendalter lernte er dann auch seinen neuen und seinen alten Trainer kennen. Denn Robert Wasilewski, der aktuelle Coach der TSG-Oberliga-Mannschaft, und Seung-Man Hong, der noch bis zur Winterpause auf der Bank von Hedefspor saß, engagierten sich damals in der Nachwuchsabteilung der TSG.

Beim WSV lief es nicht richtig

Claus schaffte dann recht locker den Sprung in die Senioren-Mannschaft, entschied sich später aber zu einem Wechsel zum Wuppertaler SV. Doch da lief es für ihn nicht richtig. In Sprockhövel hatte er sich noch einen Schienbeinbruch zugezogen, die Vorbereitung in Wuppertal war dann eher durchwachsen, und auch während der Saison kam er nicht richtig auf Touren. „Das lag aber nicht nur an der Verletzung, ich habe einfach schlecht gespielt“, gibt Claus unumwunden zu.

Peter Kursinski lotste ihn dann schließlich zu Hedefspor und gab ihm eine Stammplatzgarantie. Max Claus dankte es Kursinski mit vielen Toren und wurde schnell zu einem Leistungsträger. „Der Aufstieg in die Landesliga war natürlich eine Riesensache“, sagt der schnelle, schuss- und kopfballstarke Angreifer. „Aber auch die aktuelle Hinrunde hat noch einmal richtig Spaß gemacht.“

Spaß gemacht haben dürfte ihm auch sein letztes Spiel für Hedefspor. Beim 6:1 gegen Haspe erzielte Claus vor den Augen von TSG-Trainer Robert Wasilewski drei Tore und glänzte zudem dreimal als Vorbereiter. „Ich finde aber gar nicht, dass ich an diesem Tag gut gespielt habe“, so der Stürmer, der also offensichtlich ein sehr bescheidener und selbstkritischer Mensch ist. Dann ergänzt er aber doch: „Na gut, wenn man drei Tore schießt und drei vorbereitet, kann man ja nicht alles falsch gemacht haben.“

Mir der TSG Sprockhövel nimmt er nun den Kampf um den Klassenerhalt auf. „Sprockhövel ist ja so etwas wie meine alte Liebe“, sagt Max Claus, der sich auf sein Comeback im Baumhof freut, der natürlich aber auch weiß, dass eine schwierige Rückrunde ansteht. Denn die Sprockhöveler sind schon arg gefährdet. Zwei Absteiger gibt es mit Sicherheit, es können aber auch mehr werden, und die TSG steht aktuell auf dem drittletzten Platz. „Ich denke aber schon, dass wir es schaffen werden“, sagt der Torjäger. „Und ich will jetzt natürlich dabei helfen, dass es auch klappt.“