Chantal Funke erzielt den Siegtreffer

Chantal Funke, Handballerin aus Gevelsberg bei Borussia Dortmund
Chantal Funke, Handballerin aus Gevelsberg bei Borussia Dortmund
Foto: WP

Gevelsberg/Dortmund..  Nach einer starken Saison in der Handball-Oberliga steht die weibliche B-Jugend von Borussia Dortmund kurz vor dem Titelgewinn der Westfalenmeisterschaft. Die Mannschaft um Chantal Funke, ehemalige Spielerin der HSG Gevelsberg-Silschede, erkämpfte sich im Final-Hinspiel beim Nachwuchs der HSG Schwerte-Westhofen ein 25:24 und geht damit mit einem hauchdünnen Vorsprung in das Rückspiel am 27. März in Dortmund.

Oberhand in direkten Duellen

Bereits während der Saison in der Oberliga konnten sich die BVB-Mädels auf ihren Gegner vorbereiten. Beide Mannschaften gingen ungeschlagen in die Partien, beide Mannschaften sollten auch an den folgenden Spieltagen zu stark für den Rest der Oberliga sein. In diesen beiden direkten Duellen konnte sich die Mannschaft aus Schwerte nach Hin-und Rückspiel durchsetzen. Dadurch sicherten sich die Ruhrstädter dann auch den ersten Platz in der Oberliga. Dicht gefolgt von der Mannschaft des BVB um die aus dem HSG-Nachwuchs stammende Chantal Funke.

Vor zwei Jahren nach Dortmund

Die Gevelsbergerin spielte bis zur B-Jugend in den Jugendmannschaften der HSG und machte dort die Trainer des Handball-Zweitligisten auf sich aufmerksam. Vor zwei Jahren wechselte Funke in den Nachwuchs des BVB und macht seitdem spielerisch wie körperlich immer große Fortschritte. Auf der Spielmacherposition ist die 16-Jährige nicht mehr wegzudenken.

Gevelsbergerin fester Bestandteil

Und so war Funke auch fester Bestandteil der Mannschaft, die in die K.o.-Spiele um die Westfalenmeisterschaft ging. Dort hieß der erste Gegner HSG Blomberg-Lippe. Der Nachwuchs des Handball-Erstligisten gilt seit Jahren als Talentschmiede im deutschen Frauenhandball und war somit ein großer Prüfstein für die von Thomas Tüllmann trainierten BVB-Mädels. Das Hinspiel konnte dann in eigener Halle mit 29:26 gewonnen werden und sorgte so für ein knappes Polster im Rückspiel an der Lippe. Dieses entwickelte sich erwartungsgemäß zu einem echten Krimi, am Ende konnten die Dortmunderinnen trotz einer 24:26-Niederlage jubeln, das Polster aus dem Hinspiel wurde über die Runde gerettet und der Finaleinzug um die Westfalenmeisterschaft war geschafft. Und dort kommt es zu einem Wiedersehen: Nach zwei Siegen gegen die TB Burgsteinfurt folgte mit Schwerte-Westhofen der Rivale aus der eigenen Oberliga-Staffel.

Sieg vor 250 Zuschauern

Beide Mannschaften trafen sich in Schwerte zum ersten Finalspiel. Dort kam der BVB-Nachwuchs erst schlecht in das Spiel, die Gastgeberinnen konnten sich immer wieder leicht, aber nie vorentscheidend absetzen. Vor allen Dingen die schlechte Chancenverwertung sorgte bei BVB-Trainer Tüllmann für Kopfzerbrechen. Nach 0:3-und 2:6-Rückstand fing sich seine Mannschaft und konnte in einem auf Augenhöhe geführten Spiel beim Stand von 9:9 erstmals ausgleichen. Mit einer knappen 13:12-Führung für Borussia Dortmund ging es dann in die Kabinen. Die knapp 250 Zuschauer sahen dann in der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild, beide Teams schenkten sich nichts und so ging es in eine spannende Schlussphase. In dieser präsentierten sich die Schwarz-Gelben bärenstark, drehten einen 22:24-Rückstand in einen 25:24-Sieg. Dabei war es der Gevelsbergerin Chantal Funke vorbehalten, nach einer starken 1:1-Situation für den viel umjubelten Siegtreffer zu sorgen.

Rückspiel in eigener Halle

Nun gilt es im Rückspiel in eigener Halle, diesen hauchdünnen Vorsprung zu verteidigen um sich den Titel des Westfalenmeisters 2015 zu sichern. Sollte dies gelingen, wären die Dortmunderinnen eine von vier Mannschaften die dann in Turnierform den Deutschen Meister ausspielen.