Bryant trifft Schwelm ins Herz
02.11.2011 | 14:52 Uhr 2011-11-02T14:52:00+0100Schwelm/Dorsten.Leidenschaft, Emotionen, Kampf und Spannung. Bei der Partie der zweiten Basketball-Bundesliga (ProB Nord) zwischen der BG Dorsten und den Schwelmer Baskets bebte die Juliushalle. Aufsteiger Dorsten bezwang dabei am Ende die Schwelmer mit 100:95 nach Verlängerung. Nach regulärer Spielzeit hatte es 85:85 gestanden. Neun Sekunden vor der Schlusssirene traf Tom Lipke mit einem Distanzwurf und erzwang damit die Verlängerung.
Das Spiel begann offen, und beide Teams punkteten fleißig. Die Führung wechselte nahezu bei jedem Angriff. Doch nach dem 17:16 (7.) zogen die Baskets mit einem 7:0-Run auf 24:16 davon. Mit einem Distanzwurf verkürzten die Gastgeber zwar auf 19:24, doch die letzten Punkte des ersten Viertels gingen auf das Schwelmer Konto. Mit 28:19 behaupteten sich die Jungs um Coach „Raffi“ Wilder.
Im zweiten Viertel war die Punktausbeute beider Teams nicht ganz so hoch. Als die Schwelmer mit 30:24 führten (12.), kamen die Dorstener ihrerseits zu einem 7:0-Lauf und eroberten sich die Führung zurück. Von da an konnte sich keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen. So ging es mit 41:41 in die Kabinen.
Das dritte Viertel gestaltete sich ebenfalls offen. Die Teams blieben sich auf den Fersen. Mit 57:57 ging es in die letzte n zehn Minuten. Die Gastgeber starteten furios. Mit einem 9:0-Run setzten sie eine Duftmarke. Doch wer glaubte, dass die Schwelmer damit in einen Schockzustand versetzt worden seien, der sah sich getäuscht. Sie konterten mit einem 9:0-Run (34.). Dann entwickelte sich ein wahrer Schlagabtausch.
In vielen Situationen fehlte Quäntchen Glück
Nun fehlte den Baskets in vielen Situationen das nötige Quäntchen Glück, um das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Knapp drei Minuten vor dem Ende sah es bei einer 78:71-Führung noch gut aus für die Schwelmer. Doch die BG gab nicht auf und kämpfte sich auf 75:78 (38.) heran. 41 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit lagen die Kreisstädter noch mit 85:82 in Führung. Die Gastgeber spielten ihren letzten Angriff zu Ende. Der erst seit drei Spielen für die Dorstener spielende Pro A erfahrene frühere Chemnitzer Tom Lipke fasste sich ein Herz und traf. Dreier und damit Ausgleich neun Sekunden vor dem Ende.
Bis dato hatte er in keinem der vorangegangenen Spiele einen Distanzwurf versenkt. Sofort nahm „Raffi“ Wilder eine Auszeit. Doch mit einem Ballverlust endete die normale Spielzeit. Auch die Verlängerung bleib zunächst offen bis zum 94:94. Da standen noch 48 Sekunden auf der Spieluhr. Beim Stand von 96:94 für die Gastgeber zeigte David Bunts Nerven und versenkte nur einen von zwei Freiwürfen. Bitter, denn Terry Bryant, mit 28 Punkten Topscorer der Partie, traf mit einem Dreier mitten ins Schwelmer Herz. 12 Sekunden vor dem Ende nahm „Raffi“ Wilder eine weitere Auszeit. Doch beim Stande von 95:99 aus Schwelmer Sicht war schon eine große Portion Glück gefragt. Die hatte Kapitän „Toffer“ Speier nicht, der fünf Sekunden vor dem Ende einen Dreier-Versuch vergab. Aus und vorbei. Aufsteiger Dorsten sorgt in der Liga weiter für Furore.
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