Bei Sieg ist Playoff-Quali gesichert

Schwelms Christopher Johnson, hier am Ball gegen den Iserlohner und Ex-Baskets-Spieler Yannick Opitz
Schwelms Christopher Johnson, hier am Ball gegen den Iserlohner und Ex-Baskets-Spieler Yannick Opitz
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Das Saisonziel der EN Baskets lautete (und lautet) „Erreichen der Playoff-Runde“. Mit einem Sieg im morgigen Heimspiel gegen die TG Würzburg wäre der Matchball verwandelt, das Ziel erreicht.

Zwar waren die letzten Auftritte der Schwelmer in Lich und Hanau nicht dazu angetan, sie als Favoriten in dieser Partie zu sehen, doch es gibt mehrere wichtige Faktoren, die die Chancen doch erhöhen.

Da ist zum einen das „Wohnzimmer“ der EN Baskets, in dem die Partie stattfindet. Da zeigten sie zuletzt gegen Spitzenreiter Iserlohn Kangaroos ein sensationelles Spiel, dem am Ende nur die Krönung eines Sieges fehlte. Die lautstarken und enthusiastischen Fans der Schwelmer hatten ihr Team hier wieder einmal bis über die Schmerzgrenze hinaus gepusht und angetrieben. Auf diesen Effekt hofft Coach Omar Rahim auch an diesem Samstag. „Unsere Fans sind unser sechster Mann. Die Mannschaft braucht in der momentanen Situation ihre Unterstützung mehr denn je – und ich bin sicher, dass sie diese auch bekommen wird.“

Zum zweiten motiviert natürlich ein solches „Endspiel“ bis in die Haarspitzen. Jeder Sportler weiß, dass solche Spiele das Salz in der Suppe einer jeden Saison sind. Viermal zehn Minuten Vollgas und gewinnen – und das Ziel ist erreicht. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, dass der Gegner aus Würzburg derzeit vor den EN Baskets in der Tabelle rangiert. Die letzten Ergebnisse in der Liga haben wieder einmal aufgezeigt, dass in dieser Spielzeit die Leistungsdichte der zwölf Mannschaften extrem hoch ist. Jeder kann jeden schlagen.

Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit den Top-Teams mithalten kann

Baskets-Coach Omar Rahim rechnet damit, dass die zuletzt fehlenden Spieler der TG Würzburg am Samstag alle wieder dabei sein werden – und sieht diesen Umstand sogar durchaus positiv. „Bei Lich hat am vergangenen Wochenende ein wichtiger Spieler gefehlt, und dann ist ein anderer plötzlich heiß gelaufen. Ich erwarte Würzburg mit voller Kapelle, das wäre für uns kein Nachteil.“

Die Mannschaft der EN Baskets hat in dieser Saison gezeigt, dass sie definitiv gegen die Top-Teams der Liga konkurrenzfähig ist. Nicht nur einmal haben Matthias Perl, Max Kramer oder Leo Padberg bewiesen, dass sie das Talent und den Willen haben, in dieser Pro B mehr als nur ihre Duftmarken zu setzen. Und der Frontcourt mit Sebastian Schröter (Double-Double in Lich), Julius Dücker, Max Massing und Lukas Erdhütter hat mehr als nur einmal mit Einsatz, Reboundqualitäten und Abschlussstärke begeistert. Hinzu kommen die zwei Nordamerikaner Chris und Jody Johnson, die sich auch beide nicht zu schade für die „Drecksarbeit“ auf dem Parkett sind, sei es beim Offensiv-Rebound oder in der Defense.

„Wir werden uns am Samstag anders präsentieren als noch in Lich“, ist sich Omar Rahim sicher. „Wir wollen unbedingt in die Playoffs – und zwar aus eigener Kraft. Wir brauchen dieses Erfolgserlebnis, und wir werden alles dafür tun, um nach einem Spiel mal wieder ein richtig gutes Gefühl zu haben.“ Nach dem Spiel am Samstag gegen die TG Würzburg.